Heimat

Flächenfraß

KLAUS LEIDORF Dach einer Gewerbehalle im bayerischen Dingolfing: Als ob Land ein nachwachsender Rohstoff wäre.

Deutsche Landschaften verschwinden unter Beton. Eine Reise entlang der Autobahn.

LESEZEIT 13min

Es be­ginnt schlei­chend, und schlei­chend dringt es ins Be­wusst­sein. Da war doch letz­tes Mal noch kein Lo­gis­tik­zen­trum, zwi­schen die­sen Kuh­wei­den ein Stück hin­ter Han­no­ver an der A 7? Die­ser Mö­bel­markt am Au­to­bahn­drei­eck, war der letz­ten Som­mer schon da? Die Tank­stel­len­land­schaft mit Last­wa­gen­rast­platz, das Neu­bau­ge­biet mit drei Dut­zend gleich wei­ßen Häu­sern, hat man das al­les bis­her über­se­hen?

Es ge­schieht in der nord­deut­schen Tief­ebe­ne, im Wes­ten an der A 52, in Ober­bay­ern mit Blick auf die Ber­ge. Wer an­fängt, dar­auf zu ach­ten, sieht plötz­lich über­all sol­che Schil­der, die auf Acker­bö­den "30 Hekt­ar Zu­kunft" ver­spre­chen oder fin­den: "Hier könn­ten 55 Hekt­ar Lo­gis­tik ent­ste­hen". Und ei­gent­lich, denkt man im Vor­bei­fah­ren, fehlt nur noch ein Schild, auf dem steht: "Hier be­to­niert die Fir­ma So­wie­so im Auf­trag der Bun­des­re­pu­blik den Rest der­sel­ben zu."

Es gibt ein Wort da­für: "Flä­chen­fraß", und es

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