Schweinswale

Die letzten ihrer Art

DOMINIC BRACCO II Netz­ge­he­ge vor San Fe­li­pe.

Nur noch 30 kalifornische Schweinswale leben: Warum die Rettung ihrer Artgenossen scheiterte.

LESEZEIT 11min

Der Gips­del­fin auf dem Steg sieht mit­ge­nom­men aus. Die Far­be ist ab­ge­blät­tert. Eine der Flos­sen wird von Kle­be­band ge­hal­ten. Mund und Au­gen sind schwarz um­ran­det. Es wirkt, als wür­de der Mee­res­säu­ger lä­cheln.

Doch Freu­de mag hier nicht auf­kom­men, im me­xi­ka­ni­schen San Fe­li­pe am nörd­li­chen Golf von Ka­li­for­ni­en. Das Tier­mo­dell ge­hört zur Aus­rüs­tung des Pro­jekts VaquitaCPR.

Vaqui­ta (auf Deutsch: klei­ne Kuh) heißt der am stärks­ten be­droh­te Wal der Erde, auch Ka­li­for­ni­scher Schweins­wal ge­nannt. Und CPR steht für "Con­ser­va­ti­on, Pro­tec­tion and Re­co­very" (Er­hal­tung, Schutz und Er­ho­lung), im Eng­li­schen auch für eine Wie­der­be­le­bung nach ei­nem Kreis­lauf­still­stand.

Die Dop­pel­deu­tig­keit ist ge­wollt. Denn es geht um Hil­fe in höchs­ter Not.

Die letzten 30

Das lä­dier­te Vaqui­ta-Mo­dell am Ha­fen von San Fe­li­pe ist ein Sym­bol für den ra­san­ten Nie­der­gang ei­ner Tier­art, von der es höchs­tens noch 30 In­di­vi­du­en

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