AFP Teilnehmer der "Gay Pride Parade" in São Paulo.

Brasilien

Debatte um "Cura Gay"

Ein Richter in Brasilien ermöglicht Psychologen, Homosexualität als Krankheit zu behandeln.

LESEZEIT 3min

Rozangela Justino hat eine ziemlich klare Vorstellung, wie mit Schwulen oder Lesben umzugehen ist. "Homosexualität ist eine Krankheit", sagte die evangelikale Psychologin 2009 der brasilianischen Zeitung "Folha de São Paulo". 

Einige Jahre später erklärte sie in einem YouTube-Video, es gebe viele Menschen, die unter ihrer Homosexualität litten und diese freiwillig aufgeben wollten. 

Mit dieser Einstellung ist sie in Brasilien nicht allein - unter Konservativen, Katholiken und vor allem Evangelikalen ist die Ansicht, Homosexualität sei eine Krankheit, weitverbreitet. 

Neue Debatte um "Cura Gay"

In Brasilien ist es Psychologen immerhin seit 1999 verboten, "Umwandlungstherapien" anzubieten. Homosexualität sei keine Krankheit und somit auch nicht behandelbar, stellte der Brasilianische Bundesrat für Psychologie (CFP) damals fest. Zumindest auf dem Papier könnte damit eigentlich alles geklärt sein. 

Doch nun ist die Debatte um "Cura Gay", die "Heilung von Schwulen", neu entbrannt: Justino

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