DANIELE BENNATI / DPA Polizisten an der Leiche des Weihnachtsmarkt-Attentäters Amri in Mailand.

Der Fall Anis Amri

"Mangelhaft"

Was der Sonderermittler über den Weihnachtsmarkt-Attentäter und das Versagen der Behörden schreibt.

LESEZEIT 4min

Nach monatelangem Aktenstudium und Zeugenvernehmungen kommt der Sonderermittler des Berliner Senats, der ehemalige Bundesanwalt Bruno Jost, zu dem Schluss, dass Weihnachtsmarkt-Attentäter Anis Amri vor der Tat "mit hoher Wahrscheinlichkeit" wegen Drogenhandels hätte in Untersuchungshaft genommen werden können. 

Auch wenn seine islamistischen Umtriebe nicht für einen Haftbefehl ausreichten, hätten abgehörte Telefongespräche den "erheblichen Umfang von Amris Rauschgifthandel" vom Frühsommer 2016 an belegt. 

Die Chance sei vertan worden - wegen eines Durcheinanders zwischen Polizei und Justiz. Der Überblick.

Der Bericht: Was kritisiert der Sonderermittler?

"Mangelhaft", "unzureichend", "verspätet", "unterblieben", "fehlerhaft", "unprofessionell" – in dem Schlussbericht von Jost hagelt es nur so von vernichtenden Urteilen über die Arbeit der Behörden. Der Berliner Senat hatte Jost kurz nach dem Anschlag vom 19. Dezember 2016 beauftragt, das Handeln der Behörden zu durchleuchten. 

Amri

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