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Psychotherapie-Reform

Gefangen in der Warteschleife

Seit 2017 haben sich die Wartezeiten auf eine psychologische Behandlung teilweise verlängert. Halten Kassen die Patienten hin?

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Die Psychotherapie-Reform im April 2017 sollte alles besser machen. Menschen in psychischen Krisen oder mit akuten Erkrankungen sollen schneller einen Psychotherapeuten sprechen - und eher Hilfe erhalten. 

Nicht einmal ein Jahr später wird allerdings deutlich: Die Lage spitzt sich für Therapiebedürftige sogar zu. Sie warten nicht nur weiterhin auf einen Behandlungsplatz, die Kassen blockieren ihnen nun auch vehement alternative Wege.

Was hat es mit der Reform auf sich?

Seit der Reform muss jeder Psychotherapeut mit einer Kassenzulassung wöchentlich eine Sprechstunde anbieten, die jedem gesetzlich Versicherten offensteht. 

Darin wird abgeklärt, ob jemand in einer vorübergehenden Krise steckt oder ob eine behandlungsbedürftige Erkrankung vorliegt. In akuten Krisen können die Behandler kurzfristig und ohne Antrag ein Dutzend Sitzungen anbieten. 

Die Terminservicestellen der Kassenärztlichen Vereinigungen der Bundesländer vermitteln innerhalb von vier Wochen freie Termine für die

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