GETTY IMAGES, SPIEGEL DAILY

Mays Ultimatum an Putin

It's a Gift

Wie die Drohungen aus London dem russischen Präsidenten nutzen - und was an den Vorwürfen dran ist.

LESEZEIT 4min

Der vermutete Mordanschlag auf den russischen Ex-Spion und seine Tochter Julia wächst sich immer mehr zu einer internationalen Krise aus: Die britische Premierministerin hat am Montagabend in einer Stellungnahme vor dem Unterhaus in London erklärt, Russland stehe "sehr wahrscheinlich" hinter dem vermuteten Anschlag auf Skripal und seine Tochter. 

May warnte Moskau, ihre Regierung werde einen "so dreisten Versuch, unschuldige Zivilisten auf unserem Boden zu töten", nicht tolerieren, und drohte mit ernsten Konsequenzen. Russland müsse bis Mitternacht in der Nacht auf Mittwoch Stellung zu dem Vorfall beziehen und sich erklären.

Das kam in Moskau erwartungsgemäß überhaupt nicht gut an. Eine Sprecherin des Außenministeriums bezeichnete Mays Auftritt vor dem Unterhaus als "Zirkusveranstaltung" und legte nahe, die Vorwürfe seien Teil einer antirussischen Medienkampagne. Auch Russlands Außenminister Sergej Lawrow wies die Vorwürfe zurück.

Sie haben bereits einen Zugang?
Einloggen