IMAGO Assad und Putin in Sotschi.

Syrien

Meeting mit dem Mörder

Bei den Gesprächen über die Zukunft des Landes gibt Putin die Richtung vor.

LESEZEIT 4min

Als Russlands Präsident den syrischen Diktator Bashar al-Assad am Montag auf seiner Residenz in Sotschi empfing, umarmte er ihn und gratulierte zu den "Erfolgen im Kampf gegen Terroristen". Nun gehe es darum, politische Prozesse für die Zukunft des Landes einzuleiten, sagte Putin.

Das Gespräch diente der Vorbereitung eines seltsamen Gipfeltreffens, auf dem Wladimir Putin an diesem Mittwoch mit den Präsidenten der Türkei und Irans in Sotchi über die Lage in Syrien sprechen wird. Die USA und die Uno spielen offenkundig kaum noch eine Rolle. Wenn es um die Zukunft des vom Bürgerkrieg zerrütteten Landes geht, führt an Putin kein Weg mehr vorbei. 

Was will Putin?

Russland will in Syrien vor allem seine geostrategische Macht festigen und den Einfluss der Nato zurückdrängen. Das hatte Putin bereits klargemacht, als er im Spätsommer 2015 in Syrien einmarschieren und Kampfflugzeuge stationieren ließ.

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