GETTY IMAGES Die NSU-Angeklagte Beate Zschäpe wartet auf ihren Prozess.

NSU-Prozess

Die Schwere der Schuld

Warum die Bundesanwaltschaft harte Urteile für Zschäpe und die mutmaßlichen NSU-Helfer fordert. 

LESEZEIT 3min

André E. schlendert gemeinsam mit seinem Gesinnungsgenossen Karl-Heinz S. aus der Mittagspause zurück zum Gerichtsgebäude. 

S. war Mitglied der ehemaligen Kameradschaft Süd, er ist wegen Mitgliedschaft in einer Terrorgruppe verurteilt. Damals ging es um einen geplanten Anschlag auf die Münchner Synagoge 2003.

Karl-Heinz S. ist gekommen, um André E. an diesem 382. Verhandlungstag im NSU-Prozess zu unterstützen: Nach der Pause wird Bundesanwalt Herbert Diemer das Strafmaß für E. fordern - wegen Beihilfe zum versuchten Mord, zum Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion, zum Raub und zur schweren Körperverletzung. 

Kurze Zeit später gefriert André E. sein sonst selbstbewusstes Grinsen: Weil er bis zum letzten Tag der "verlässliche Anker, ein Stein in der Brandung des NSU" gewesen sei, soll er nach dem Willen der Bundesanwaltschaft zwölf Jahre in Haft. Das sitzt.

Der Angeklagte habe sich fünf Unterstützerhandlungen schuldig gemacht, sagt Diemer. Drei davon würden "sehr schwer" wiegen. 

André

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