INGO WAGNER / DPA Autobahn 1 zwischen Hamburg und Bremen: Einnahmen der Lkw-Maut reichen nicht für rentablen Betrieb.

Private Autobahn

Maut zur Lücke

Weil Einnahmen nicht sprudeln, verlangt ein privater Autobahn-Investor 778 Millionen Euro von der Bundesregierung.

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Vor dem Landgericht Hannover beginnt an diesem Freitag ein Prozess, bei dem es um sehr viel Geld geht und vor allem um die spannende Frage, wie sinnvoll gemeinsame Projekte von Staat und Unternehmen sind, sogenannte Öffentlich-Private Partnerschaften (ÖPP).

778 Millionen Euro verlangt der private Autobahnbetreiber A1 mobil vom Bund, weil Einnahmen aus der Lkw-Maut entgegen den Prognosen deutlich hinter den Erwartungen zurücklagen. Niemand habe damit rechnen können, dass 2008 der Lkw-Verkehr so stark einbrechen würde, dass die Einnahmen nicht zur Deckung der Kosten reichen würden, argumentierte A1 mobil und verklagte den Bund.

Aber ergeben solche Projekte überhaupt noch Sinn, wenn am Ende doch der Staat und damit der Steuerzahler das Risiko trägt? Dem Urteil kommt grundsätzliche Bedeutung zu. Die Hintergründe:

Wie entstand der Konflikt?

Das Konsortium A1 mobil betreibt einen 72,5 Kilometer langen Abschnitt der 1 zwischen Hamburg und Bremen. Nach nur vier Jahren

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