MAJA HITIJ /GETTY IMAGES Vermummte Polizisten im April in Köln: Ihre Nummer, bitte.

Polizei-Kennzeichnungspflicht

Nummern in Uniform

In der halben Republik müssen Polizisten im Dienst identifizierbar sein – in der anderen Hälfte des Landes nicht. Warum?

LESEZEIT 3min

Das Gleichgewicht ist wiederhergestellt: In Nordrhein-Westfalen hat die schwarz-gelbe Landesregierung die Kennzeichnungspflicht für Polizisten abgeschafft – gerade mal ein Jahr nach deren Einführung. Nun gilt diese Regelung in exakt der Hälfte aller Bundesländer.

Ein Ende der Debatten darüber ist aber längst nicht in Sicht. Warum erregt das Thema so sehr die Gemüter? Diese Perspektiven darauf gibt es:

Bitte nicht schon wieder: Der Genervte

Sie sind in der Minderheit, aber es gibt diese Bevölkerungsgruppe zweifelsohne: Menschen, die von der Debatte über die Kennzeichnungspflicht schlichtweg genervt sind. Das ist sogar plausibel, immerhin diskutiert das Land bereits seit Jahrzehnten über dieses Thema. Schon 1970 etwa forderte die SPD in Frankfurt, Beamte bei Demonstrationen nicht mehr mit Waffen auszustatten – dafür aber mit Namens- oder Nummernschildern.

Auch die Gegenseite lobbyiert seit Langem. Helmut Schirrmacher etwa, bis 1981 Vorsitzender der ,

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