KYODO / REUTERS Fischkahn ohne Besatzung im Schlepptau.

Nordkorea

Kims Geisterschiffe

Selten strandeten in Japan so viele gespenstische Boote mit Toten an Bord wie in den letzten Wochen. Woher kommen sie?

LESEZEIT 4min

Es sind gruselige Bilder, immer wieder, aber vor allem im Herbst: Regelmäßig werden in Japan Geisterschiffe an die  Küste geschwemmt. Viele ganz ohne Besatzung, andere mit verwesenden Leichen an Bord oder halb verdursteten Überlebenden. Knapp 300 Schiffe waren es in den vergangenen vier Jahren - aber noch nie so viele wie in diesem November. Und kein Mensch weiß, wie viele solcher Schiffe auf See gesunken sind oder von Stürmen zerschlagen wurden.

28 Gespensterboote sind allein in den letzten Wochen an Japans Küsten angespült worden – mehr als je zuvor in einem Monat. Sie trieben manövrierunfähig Richtung Land, ohne Treibstoff oder mit Maschinenschaden, manche schon seit Wochen. Der im japanischen Meer vorherrschende Westwind wehte sie an die Küste des Inselstaates. 42 Besatzungsmitglieder der havarierten Schiffe konnten gerettet werden, 18 waren tot.

Den plötzlichen Anstieg bewerten Experten als Alarmsignal aus einem abgeschotteten Land. Denn die Schiffe stammen allesamt aus

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