RICARDO B. BRAZZIELL / DPA Polizisten untersuchen die Umgebung um einen der Tatorte in Austin, Texas, nachdem es mehrere Explosionen von Paketen in der Stadt gegeben hat.

Anschlagsserie in Austin

Terror gegen Minderheiten

Drei Paketbomben-Anschläge versetzen Texas in Angst. Die Opfer: Afroamerikaner und Einwanderer.

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Als Anthony Stephan House am Freitag, dem 2. März 2018, seine Haustür öffnete, lag ein unerwartetes Paket davor. Es war 6.55 Uhr, als er sich bückte, um sich das Ding anzusehen. Man weiß das, weil das Paket direkt explodiert sein muss, als er es bewegte. Die Bombe war stark genug, Tür und Eingangsbereich des Hauses erheblich zu beschädigen, die Explosion wurde von Dutzenden Zeugen gehört. Und natürlich tötete sie Anthony Stephan House, 39 Jahre jung, Vater einer achtjährigen Tochter.

Morde per Bombe sind ungewöhnlich. Man kennt sie aus kriminellen Milieus, manchmal morden auch Rachsüchtige so, und sie ist die Waffe der Wahl in vielen Terroranschlägen. Im Fall House schien all das nicht zu passen: Der Mann war gebildet, hatte erfolgreich hohe Positionen in verschiedenen Firmen besetzt und galt trotz einer zurückliegenden Privatinsolvenz als solide. Die Polizei von Austin und das FBI waren ratlos.

Am Montagmorgen, dem 12. März 2018, explodierte die zweite Bombe. Wieder lag sie vor einer

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