AXEL SCHMIDT / REUTERS Er kommt in Frieden: Martin Schulz hält eine versöhnliche Rede beim SPD-Parteitag.

Schulz beim Parteitag

Versöhnen statt führen

Der SPD-Chef wirbt bei seinen Genossen dafür, die Große Koalition nicht auszuschließen. Die Rede im Check.

LESEZEIT 3min

Eine Stunde dauert es, bis zum eigentlichen Punkt seiner Rede kommt. 60 Minuten hat der SPD-Chef die Seele der Partei gestreichelt, an die mehr als 150-jährige erinnert, Banken und Großkonzerne attackiert und einen starken Staat sowie mehr Europa gefordert. 

Dann erst spricht Schulz das an, was er beim ersten Tag des Parteitags eigentlich erreichen will: die Erlaubnis, mit der Union ergebnisoffene Gespräche aufzunehmen, die auch zu einer Großen Koalition führen können. 

Genau diese Regierungsbündnis hatte Schulz am Abend der Bundestagswahl und auch nach dem Scheitern der -Sondierer noch strikt ausgeschlossen. Diesen Kurswechsel wollen die Jusos unbedingt verhindern: Die Jugendorganisation hat einen Antrag gestellt, in dem der Ausschluss der gefordert wird. 

Schulz und die gesamte SPD-Spitze kämpfen dagegen an. Wie hat der Parteichef versucht, die rund 600 Delegierten zu überzeugen? Womit überraschte er? Und was bringt ihm die Rede für seine

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