Junckers Brüsseler Rede

Mehr Trommelwirbel als Paukenschlag

Der EU-Kommissionspräsident findet zu alter Form zurück - leider auch mit alten Ideen. Ein Kommentar.

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Also bitte, ein bisschen arg aufgeregt waren sie schon, die ersten Schlagzeilen, die nach Jean-Claude Junckers Rede zur Lage der EU über die Ticker liefen. Von einem "Paukenschlag" war da die Rede, bloss weil der Kommissionschef daran erinnert hatte, was ohnehin in den europäischen Verträgen steht, beispielsweise, dass alle EU-Mitglieder - von zwei Ausnahmen abgesehen - irgendwann den Euro einführen müssen. 

Interessanter wurde Junckers Ansprache dort, wo er persönlich wurde. "Ich bin mit der Europäischen Union durch dick und dünn gegangen - und nie habe ich meine Liebe zu Europa verloren", sagte er auf Deutsch. 

Die Ansage war klar: Etwas über ein Jahr nach dem Brexit-Referendum in Großbritannien hat der Kommissionschef zu neuer Form gefunden. Leider aber folgten viele seiner Ideen dem altbekannten Motto: Mehr Brüssel ist gut für Europa.

"Hören Sie auf, unsere Regierungschefs als Nazis zu beschimpfen"

Sicher, es gab gleich eine ganze Reihe starker Sätze, zum Beispiel in Richtung

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