FREDERICK FLORIN / AFP

Konflikt um hohen EU-Posten

"Wenn er geht, gehe ich auch"

Warum Kommissionspräsident Juncker im Streit um seinen Generalsekretär mit Rücktritt droht.

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Als die konservativen Staats- und Regierungschefs am Donnerstagmittag zum Treffen der Europäischen Volkspartei (EVP) zusammenkamen, war es dem EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker wichtig, eines festzuhalten: Die Berufung seines neuen Generalsekretär sei allein seine Entscheidung. 

Der von ihm ausgewählte Kandidat, der Deutsche Martin Selmayr, werde auch nicht wieder gehen. Und weiter: "Wenn er geht, gehe ich auch."

Danach verließ er den Raum. Merkel und Co. blieben einigermaßen baff zurück. Der Kommissionspräsident droht mit Rücktritt wegen einer umstrittenen Personalentscheidung. Ein beispielloser Eklat.

Warum ist die Frage Juncker so wichtig, dass er sie auch so hoher EU-Ebene anspricht? Schließlich sollten sich die Konservativen bei dem Treffen eigentlich auf den EU-Gipfel vorbereiten.

Der Überblick:

Wer ist Martin Selmayr?

Seit Anfang März ist der deutsche Jurist auf Wunsch von Kommissionschef Juncker zum Generalsekretär der EU-Kommission aufgestiegen und damit Chef von

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