KAY NIETFELD / DPA Boris Palmer bei seiner Buch-Vorstellung

Palmer, Kretschmann und Co.

Die schwarzen Grünen

Boris Palmer fischt im rechten Lager, die Partei schäumt: Über grüne Flirts mit Konservativen.

LESEZEIT 4min

Boris Palmer hat ein Buch geschrieben. Das genügt, um den Puls vieler Grüner in die Höhe zu treiben.

Es geht um Flüchtlinge, der Titel: „Wir können nicht allen helfen“. In einer Partei, in der noch immer waschechte Linke den Kurs mitprägen, ist das eine Provokation.

So kennt man Palmer. Seit längerem schlägt der Tübinger Oberbürgermeister in der Flüchtlingsdebatte einen harschen Ton an. Die Spitzenkandidatin Katrin Göring-Eckardt, selbst eine, die nicht mit Konservativen fremdelt, sagte 2016 über ihn: „Zurzeit ist er idiotisch.“

Klar, die Grünen sind traditionell gespalten zwischen bürgerlichen Realos und linken Fundis. Doch Palmer ist mehr als nur Pragmatiker. Er schafft es, fast alle zu reizen.

Dabei ist er nicht der erste Rechtsausleger, der die Grünen schäumen lässt. Der eine kämpft an der Seite der Autofirmen, einer wechselte nach langem Zwist direkt zur CDU. Und ein anderer macht inzwischen Karriere – als Industrielobbyist.

Der Provokateur: Boris Palmer

Boris

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