GETTY IMAGES Archaeopteryx

Saurier

Das Ende eines Urvogels

Warum die Analyse eines Fossils auch Fragen zur Entstehung der Menschheit beantwortet.

LESEZEIT 5min

Eigentlich ist das, was die Paläontologen Oliver Rauhut von der Universität München und Christian Foth vom Staatlichen Museum für Naturkunde Stuttgart entdeckt haben, eine kleine Sensation: die Überreste eines extrem seltenen, gefiederten Raubsauriers aus dem Plattenkalk bei Jachenhausen.

Ein Tier, das den Übergang zwischen Dinosaurier und Vogel markiert, ein echtes "Missing Link", wie man so sagt. Ein sogenannter Anchiornis möglicherweise. Mindestens zehn Millionen Jahre älter als Archaeopteryx und in mancher Hinsicht primitiver. Und seltener, in gewisser Hinsicht wertvoller.

Gut so! Nach so etwas hatte man gesucht. Denn Arten fallen ja nicht fertig vom Himmel, sie brauchen Vor- und Nachfahren. Anchiornis ist da ideal: Wenn Archaeopteryx ein Urvogel war, dann war Anchiornis eine Art Vor-Urvogel. Bisher glaubte man, der habe nur in China gelebt. Jetzt wissen wir, es gab ihn auch in Bayern, wo später der Archaeopteryx kreiste. Das ist doch mal was!

Sie haben bereits einen Zugang?
Einloggen
Noch keinen Zugang? Jetzt gratis testen!

Wochenpass

(Der Betrag ist direkt zu zahlen)
Preis für SPIEGEL DAILY
€ 2,49 pro Woche

Monatspass

(Preis nach dem Ende des Gratismonats)
Preis für SPIEGEL DAILY
€ 6,99 pro Monat
jederzeit kündbar