AFP

Mexiko vor der Wahl

Wo alle vier Tage ein Politiker stirbt

Die Drogenkartelle ringen um Einfluss - und bedrohen, schmieren, ermorden Amtsträger.

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Ángel Vergara Chamú war das erste Opfer. Ein bewaffnetes Kommando lauerte dem Generalsekretär der Partei Movimiento Ciudadano (MC) im Bundesstaat Guerrero auf. Als Vergara in seinem Geländewagen in eine Seitenstraße der Stadt Chilpancingo einbog, richteten ihn seine Mörder mit mehreren Salven hin. Das war am 26. September.

Fast sechs Monate später ermordeten Bewaffnete Gustavo Gómez, Bürgermeisterkandidat für den kleinen Ort Francisco Z. Mena im Bundesstaat Puebla. Zwei Pistoleros lauerten dem Politiker in einem Restaurant beim Frühstück auf und streckten ihn mit elf Schüssen nieder. Das war am vergangenen Freitag, dem 16. März.

Gómez war nach Angaben des Innenministeriums der 31. Lokalpolitiker, der in diesem Wahlkampf getötet wurde. Alle vier Tage stirbt im Schnitt ein Bürgermeister, ein Kandidat, Kampagnenmanager oder Parteifunktionär. Nie zuvor standen mexikanische Politiker vor Wahlen so sehr im Fadenkreuz der organisierten Kriminalität wie vor diesem 1. Juli, wenn ein neuer

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