Schreibt jetzt jeden Donnerstag für SPIEGEL DAILY: Medienjournalistin Ulrike Simon.

Die Medienkolumne

Lust am Aufregen

Ulrike Simon über den Journalisten Michael Jürgs und den Trend zur Abstumpfung.

LESEZEIT 4min

Monatelange Recherchen zeichnen akribisch Fluchtursachen nach, liefern Beweise für Korruption und Geldwäsche, entwirren Terrornetzwerke und decken Missstände aller Art auf, im eigenen Land und anderswo. Während die einen kopfschüttelnd lesen und verstehen wollen, wie das alles möglich ist, gespannt verfolgen, wie es weitergeht und welche Konsequenzen das hat, heben andere nur leicht die Schultern: Na und? War doch klar. Weiß man ja. Ach, schon wieder? Was soll die Aufregung?

Über das Phänomen der "Erregungserschöpfung" schrieb der Springer-Vorstandschef und Journalist Mathias Döpfner am Wochenende einen Kommentar. Er handelte von US-Präsident Donald Trump und konstatierte: "Je länger er bleibt, je mehr Ungeheuerliches er sagt und tut, desto abgestumpfter fallen die Reaktionen aus." 

Sich immer wieder aufzuregen erscheine manchem als peinlich, geradezu als uncool.

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