DPA

Türkischer Einmarsch in Afrin

Im Dschungel

Warum es nicht reicht, wenn Kanzlerin Merkel den türkischen Militäreinsatz in Afrin kritisiert. Ein Kommentar.

LESEZEIT 2min

Sie nannten ihn "Schwager": Ex-Außenminister Sigmar Gabriel war bei Regierungspolitikern in Ankara stets gut gelitten, selbst als das deutsch-türkische Verhältnis im vergangenen Sommer auf einem Tiefpunkt war. Gabriel trieb die Wiederannäherung an die Türkei voran, im Januar empfing er seinen Amtskollegen Mevlüt Cavusoglu in Goslar zum Tee.

Unter der neuen Bundesregierung dürfte der "deutsch-türkische Frühling", von dem Kommentatoren auf beiden Seiten sprachen, nun schon wieder vorbei sein. Bundeskanzlerin Angela Merkel kritisierte den türkischen Militäreinsatz in der Provinz Afrin, im Nordwesten Syriens, als "inakzeptabel". Gabriels Nachfolger Heiko Maas forderte die Türkei auf, sich aus Afrin zurückzuziehen.

Erdogan, der Blender

Die Regierung in Ankara reagierte prompt. "Wir halten diese bedauerlichen Äußerungen der Kanzlerin für inakzeptabel", hieß es in einer Erklärung des türkischen Außenministeriums. Es sei merkwürdig, dass "einige unserer Verbündeten die Lage mit den Augen von

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