JONATHAN ERNST / REUTERS, SPIEGEL DAILY

Trumps Tour durch Asien

Der Verräter

Völlig selbstverliebt hat der US-Präsident auf seiner Asienreise Werte des Westens geopfert. Ein Kommentar.

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Diese Reise hätte nicht besser laufen können. Zumindest aus Donald Trumps Sicht: "Roter Teppich, so wie ihn wohl noch niemand erhalten hat", prahlte er. "Das ist wirklich ein Gefühl des Respekts, vielleicht ein bisschen für mich, aber wirklich für unser Land, und darauf bin ich sehr stolz."

Montags in Manila: Mit wichtiger Miene posierte der US-Präsident in einem philippinischen Luxushotel, flankiert von Shinzo Abe und Malcolm Turnbull, den Premiers von Japan und Australien. Es war der letzte volle Tag seiner Asienreise. Zeit, sich selbst auf die Schulter zu klopfen. Rote Teppiche, Militärparaden, Bankette und ein Liebeslied, geträllert vom philippinischen Staatschef Rodrigo Duterte ("Du bist die Liebe, auf die ich gewartet habe"): In der Tat begrüßten sie Trump bei seinem Fünf-Länder-in-zwölf-Tagen-Trip mit Pomp und großem Bahnhof.

Eine Abschiedstour Amerikas

Doch die Inszenierungen sollten Trump nicht nur schmeicheln, sondern ihn vor allem blenden. Denn in Wahrheit war diese Reise

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