Gabriel bei RT Deutsch

Im Dienst der Propaganda

Der Außenminister gibt dem russischen Staatssender ein Interview und wertet ihn damit auf. Ein Gastbeitrag.

LESEZEIT 3min

Spätestens seit dem Wahlsieg Donald Trumps wird der Kampf gegen Fake News und Hate Speech als eine große Herausforderung angesehen. Justizminister Heiko Maas fordert schon lange ein härteres Vorgehen gegen solche Versuche, die öffentliche Meinung zu manipulieren. Es gibt Expertenrunden, die sich Gedanken darüber machen, wie speziell das Internet in dieser Hinsicht "zivilisiert" werden könnte. Und dann gibt es noch Sigmar Gabriel, SPD-Spitzenpolitiker und deutscher Außenminister. 

Er hat dem von Russland finanzierten Sender RT Deutsch in diesem September gleich zwei Interviews gegeben. Das erste noch etwas improvisiert auf der Straße, beim zweiten dann ganz offiziell im Studio. Wenn einer der wichtigsten Politiker des Landes ein Medium durch Interviews aufwertet, das der Verbreitung von Kreml-Propaganda verpflichtet ist, kann man sich den ganzen Kampf gegen Fake News auch sparen. Durch solche Auftritte wird er zur Farce. 

"Monströses Streitgespräch"

Gabriel erklärte nach dem zweiten

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