GREGOR FISCHER / DPA, SPIEGEL DAILY

Wahl der Bundeskanzlerin

Merkel bleibt

Die Kanzlerin startet in ihre vierte Amtszeit. Ohne große Worte, aber gut gelaunt: Das ist das richtige Signal. Ein Kommentar.

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In der Politik und der Berichterstattung darüber redet man viel über Sachthemen, Einzelfragen und gesetzliche Regelungen für diverse Lebenslagen. Aber wir bilden uns danach nicht unser Urteil. In den vergangenen Jahren wurde immer deutlicher, dass Wähler und Bürger ihre Wahl nach tiefer liegenden Mustern treffen, die mitunter, siehe Brexit, ihren eigenen materiellen Interessen gar nicht entsprechen. 

Es geht ihnen dabei eben um etwas anderes, um die Bestätigung einer Geschichte. Die amerikanische Soziologin Arie Russell Hochschild sprach von "Tiefengeschichten", mit denen sich Menschen ihre eigene, auch ihre politische Geschichte erzählen. Und auch Angela Merkel hat heute so eine Geschichte erzählt. 

Wofür Angela Merkel politisch so genau steht, ist nach all den Jahren immer schwerer zu sagen. Aber wer sie heute im Bundestag, umgeben von einer Gruppe starker Politikerinnen wie Andrea Nahles, Julia Klöckner und anderen sah, wer ihre Mutter, ihre Büroleiterin und ihren Ehemann Joachim

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