IMAGO/ARGUM In Zukunft will Michael Graeter nicht die "Abendzeitung", sondern seine eigene Münchner Zeitung hochhalten.

Die Medienkolumne

Münchner Geschichten

Zum Oktoberfest wollte Klatschreporter Michael Graeter eine Zeitung gründen. DuMont stoppte den Plan – vorerst.

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Die Wiesn solle sich mal nicht überschätzen, sagt Michael Graeter. Die sei in erster Linie ein Trachtenkarneval für Preußen. Es stimme zwar, er wollte startklar sein, wenn es in wenigen Tagen wieder heißt "O’zapft is". Aber was soll’s, nun werde es eben ein paar Wochen später. Das ändert nichts daran, dass Graeter festhält an seinem Traum.

Eine Zeitung will er gründen, der legendäre Klatschreporter, dessen Name selten genannt wird ohne zu erwähnen, dass er das Vorbild war für Baby Schimmerlos in Helmut Dietls "Kir Royal". Nicht irgendeine Zeitung soll es werden, sondern seine Zeitung. Eine, die die neue Münchner Gesellschaft abbildet, mit all den Stars, auch den neuen Fußball-Millionären à la Franck Ribéry, sagt Graeter.

Ende Februar hatten wir zuletzt miteinander telefoniert. Da waren gerade ein paar Seiten aus seiner Zeitung bei Facebook aufgetaucht. Sie stammten aus einer Testausgabe. Jemand hatte den 75-Jährigen erwischt, als er die frisch gedruckten Exemplare aus seinem Auto lud.

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