REUTERS Abu Bakr al-Baghdadi 2014 in Mossul.

Kampf gegen den IS

Das Rätsel Bagh­dadi

Warum es kaum eine Rolle spielt, ob der IS-Führer lebt oder nicht.

LESEZEIT 1min

So oft war der Mann in den ver­gan­ge­nen zwei­ein­halb Jah­ren tot­ge­sagt wor­den, dass die Nach­richt vom Diens­tag kaum Wel­len schlug: Abu Bakr al-Bagh­da­di, der "Ka­lif" des "Is­la­mi­schen Staa­tes" (IS), sei in Ost­sy­ri­en ums Le­ben ge­kom­men. 

Wann, wo, wie ge­nau, blieb un­klar. Aber die Sy­ri­sche Be­ob­ach­tungs­stel­le für Men­schen­rech­te in Eng­land, die über ein dich­tes Netz an In­for­man­ten ver­fügt, liegt meis­tens rich­tig mit ih­ren An­ga­ben. Meh­re­re ih­rer Quel­len in­ner­halb des IS hät­ten Bagh­da­dis Tod ge­mel­det. 

Bis Don­ners­tag­nacht gab es da­für kei­ne Be­stä­ti­gung etwa ame­ri­ka­ni­scher Stel­len. In­for­man­ten des SPIEGEL im ira­ki­schen Rück­zugs­ge­biet des IS in Tall Afar be­rich­te­ten eben­falls, dass die Nach­richt von Bagh­da­dis Tod kur­sie­re und ge­heim ge­hal­ten wer­de bis zur Be­nen­nung ei­nes Nach­fol­gers. 

Was wür­de es be­deu­ten, wenn der Mann tat­säch­lich tot wäre? Das Ende des IS? Bagh­da­di war nie der Schöp­fer des

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