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Streit um Jerusalem

Ein souveräner Akt

Warum die Kritik am Umzug der US-Botschaft wohlfeil ist und den Feinden Israels in die Hände spielt. Ein Kommentar.

LESEZEIT 3min

In der langen Geschichte Jerusalems ist die heutige Situation ein erfreuliches Novum, denn Juden, Christen und Moslems können erstmals alle gleichzeitig ihre Religion frei ausüben. Das ist der Fall, seitdem Israel 1967 den Ostteil der Stadt von Jordanien eroberte, das Juden bis dahin den Zugang zur Klagemauer verweigert und Grabsteine von jüdischen Friedhöfen für den Straßenbau verwendet hatte.

Zugleich ist der Status Jerusalems aber bis heute umstritten, weswegen man sich in der internationalen Politik gern auf den Standpunkt zurückzieht, dass die endgültige Entscheidung darüber, zu wem die Stadt oder zumindest Teile von ihr eines Tages gehören werden, am Ende eines Friedensprozesses zwischen den Israelis und Palästinensern stehen müsse. 

Dass die USA ihre Botschaft nun von Tel Aviv nach Jerusalem verlegen wollen, wird dabei als Bruch mit dem bisherigen Konsens gesehen.   

Die Bewertung dieses Schritts fällt weltweit überwiegend negativ aus, doch es gibt zugleich auch gute Gründe für

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