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Diskussion um kostenfreien ÖPNV

Mehr Züge!

Öffentliche Verkehrsmittel müssen dringend verbessert und nicht verschenkt werden. Ein Kommentar.

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Die Bundesregierung, so viel scheint gewiss, ist fest in Autofahrerhand. Es scheint dort niemanden zu geben, jedenfalls nicht in führender Position, der sich die Mühe macht, einmal mit der U- oder S-Bahn zur Arbeit zu fahren. Wäre dies der Fall, müsste dem- oder derjenigen auffallen, dass die Busse und Bahnen im Berufsverkehr total überfüllt sind.

Von profunder ÖV-Ignoranz zeugt das in dieser Woche öffentlich gewordene Strategiepapier der Großen Koalition. Es bekundet die Absicht, öffentliche Verkehrsmittel künftig gratis anzubieten – unterschrieben von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks, dem intermittierenden Verkehrsminister Christian Schmidt und dem wohl bald amtierenden Wirtschaftsminister Peter Altmaier. Erstaunlich, wie Chefs dreier so bedeutender Ressorts so viel Ignoranz dokumentieren können.

Schnapsideen des Verkehrsministeriums

Millionen Großstädter haben sich längst von der täglichen Autonutzung verabschiedet. Sie nehmen das öffentliche Angebot an und bezahlen es auch,

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