SVEN HOPPE / DPA, SPIEGEL DAILY

Die Medienkolumne

Groß, größer, Ulrich Wilhelm

Die kühnen Pläne des ARD-Vorsitzenden und die Bierdeckel-Methode seiner Vorgängerin.

LESEZEIT 5min

Die CDU in Sachsen befürchtet bereits, bei dem seit wenigen Tagen amtierenden ARD-Vorsitzenden Ulrich Wilhelm (BR) könnten die Reformpläne für einen effizienter aufgestellten öffentlich-rechtlichen Rundfunk aus dem Blick geraten. "Vorschnelle Forderungen nach einer Beitragserhöhung" seien zum jetzigen Zeitpunkt "nicht angebracht", teilte die Fraktion am Mittwoch mit. Das war im Anschluss an ein Arbeitsgespräch mit Wilhelms Vorgängerin Karola Wille (MDR). 

"Ich stehe hinter den Reformplänen", versicherte mir Wilhelm am Donnerstagmittag und ergänzte, er werde wahrscheinlich mehr noch als Wille mit den Plänen befasst sein, gehe es doch nun um ihre Umsetzung. Und doch signalisiert Wilhelm mit jeder Faser seines Körpers: Er wird das Amt des ARD-Vorsitzenden ganz anders angehen. 

An Wille lag es, in zähen Gesprächen mit den Intendantenkollegen eine Million um die andere aus dem System zu quetschen. Sie sah sich dazu von der Politik in die Pflicht genommen. Am Ende ihrer Amtszeit musste sie

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