MARIUS BECKER / DPA

Die Medienkolumne

Er hat "RTL" gesagt

Warum es Deutschlandradio-Intendant Raue billig und feige fände, sein Parteibuch abzugeben.

LESEZEIT 5min

Bevor ich zu Stefan Raue komme, kurz zum parteipolitischen Postengeschachere der Woche. Zielscheibe des Spotts war der SPD-Medienpolitiker Marc Jan Eumann mit seiner Wahl zum Direktor der rheinland-pfälzischen Landesmedienanstalt. Eine Wahl konnte man das kaum nennen. Das Verfahren war abgekartet. Deshalb wurden ihm hinterher im Deutschlandfunk kritische Fragen gestellt. Anstatt zu antworten, maßregelte er die Journalistin, weil die ihm nicht erst einmal zum Wahlsieg gratuliert hatte. 

Eumann sitzt inzwischen nicht mehr im Verwaltungsrat des Deutschlandradios. Es hätte sich nicht miteinander vertragen, sowohl Kontrolleur eines öffentlich-rechtlichen Senders als auch des Privatfunks zu sein. Verräterisch ist allerdings, dass er seinen Gremienposten beim Deutschlandradio bereits am 30. November mit Wirkung zum 3. Dezember abgab. Die sogenannte Wahl fand erst am Montag, den 4. Dezember statt. Woher wusste Eumann wohl, dass er den Direktorenposten bekommt? 

Ich erzähle das, weil der

Sie haben bereits einen Zugang?
Einloggen
Noch keinen Zugang? Jetzt gratis testen!

Wochenpass

(Der Betrag ist direkt zu zahlen)
Preis für SPIEGEL DAILY
€ 2,49 pro Woche

Monatspass

(Preis nach dem Ende des Gratismonats)
Preis für SPIEGEL DAILY
€ 6,99 pro Monat
jederzeit kündbar