MICHAEL SCHICK / IMAGO

Debatte

Ein islamischer Feiertag?

Zwei Wege, wie der Staat mit der Forderung umgehen sollte. Einer wäre radikal. Ein Gastkommentar.

LESEZEIT 3min

In Zukunft könnte es in Deutschland auch einen gesetzlichen Feiertag geben, der einen muslimischen Ursprung hat. Zumindest kann sich das Innenminister Thomas de Maizière vorstellen, auch wenn er es bei einem recht vagen "irgendwann" beließ. Doch schon das reichte aus, um ein weiteres Kapitel in der ewigen Gehört-der-Islam-zu-Deutschland-Debatte zu eröffnen.

So oder so ist es Zeit, die Verbindungen zwischen religiösen Feiertagen und dem Staat zu hinterfragen, da in Zukunft die Forderungen nach einer Reform des bisher rein christlichen Feiertagskalenders zunehmen wird. Aktuell ist Deutschland ein Land, das sich in religiösen Fragen nicht neutral verhält, sondern durch die Aufwertung christlicher Feiertage eine bestimmte Religion aufwertet und dadurch zugleich alle anderen abwertet.

Veränderte Glaubenslandkarte

Der Staat sucht die Nähe zu den großen religiösen Gemeinschaften und untermauert diese durch die Vergabe von Feiertagen. Nach dieser Logik ist es nur folgerichtig, dass nach

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