IMAGO Angstgegner Krebszelle

Entdeckung der Woche

Alter Kampf, neue Hoffnung

Wie künstlich scharf gemachte Immunzellen die Krebstherapie revolutionieren könnten.

LESEZEIT 2min

Als Journalist lernt man, misstrauisch zu sein, wenn Krebsforscher von "Durchbruch" oder gar "Heilung" sprechen. Ich kann mich zum Beispiel noch gut daran erinnern, wie plötzlich das Schlagwort "Angiogenese" aufkam. Man wollte Tumoren die Blutversorgung abschneiden, der Nobelpreisträger James Watson behauptete, in zwei Jahren werde Krebs heilbar sein. 

Das war im Jahr 1998. Später versprach man sich Wunder von der Entschlüsselung des menschlichen Genoms oder von neuartigen Antikörpern. Das Sterben der Krebskranken ging weiter, der Fortschritt am Krankenbett blieb frustrierend langsam. 

In der letzten Woche war es nun wieder so weit. Angesichts einer neuen Krebstherapie verkündete Gwen Nichols, die medizinische Leiterin der amerikanischen Leukämie- und Lymphom-Gesellschaft: "Das ist der Beginn von etwas Großem." Was ist von einer solch vollmundigen Ankündigung zu halten? Nichols sprach von der ersten Gentherapie gegen Krebs, die in den USA vor der Markteinführung steht. 

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