ARMIN WEIGEL / DPA

Streit um Bildung

Stunde der Pragmatiker

Die Politik entdeckt, was Schulen besser machen können. Aber interessiert das die Wähler?

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Fußball ist ein komplexes Spiel. Kaum einer, der ernsthaft mitreden will, würde im Zeitalter der Laktatwerte und Laptop-Trainer fordern, die Männer müssten halt Gras fressen. Oder elf Freunde sein. Er gäbe damit zu erkennen, dass er nicht auf dem neuesten Stand ist.

Ganz anders liegt die Sache bei Leistungen im Klassenzimmer, die zu erzeugen mindestens so anspruchsvoll ist wie auf dem Rasen. Geht es um die Qualität der Schule, dominieren Bauchgefühle der Eltern und einfache Erklärungen die Diskussion.

Je nach politischer Ausrichtung heißt es dann, die Kinder müssten nur Spaß am stressfreien Lernen haben, oder, am anderen Ende des Spektrums: sich endlich wieder in Disziplin üben. Alles nicht falsch, aber eben noch keine Strategie.

Wie schwer es für die Bildungspolitiker ist, Lehrer und Schüler dauerhaft zu besseren Leistungen zu führen, zeigt das Beispiel Baden-Württembergs. Dort stellte die Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) diese Woche ein Programm über "strukturelle Maßnahmen

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