ANKE NEUGEBAU / WDR Die Kanalisation war sein Fluchtweg: Jürgen Vogel als der "wüste Gobi" im "Tatort" aus Weimar.

Tatort-Schnellcheck

Nuschel und Nischel

Jürgen Vogel ist im Weimarer "Tatort" der "wüste Gobi", ein psychisch gestörter Frauenmörder. 

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Das Szenario

Der Würger von Weimar bricht aus, das Traumpaar vom "Tatort" muss ran. Wegen dreier Frauenmorde saß der "wüste Gobi" (Jürgen Vogel) in der forensischen Psychiatrie, wo er zum Schwarm aller Anstaltsmitarbeiterinnen avancierte. Wer kann schon einem Mann widerstehen, der aus therapeutischen Gründen Wollunterwäsche in Regenbogenfarben anfertigt. Gobi strickte und strickte, er poussierte und poussierte. Dann floh er durch Weimars Kanalisation und ließ eine erdrosselte Krankenschwester zurück. Bei ihren Ermittlungen begegnen die Kommissare Dorn (Nora Tschirner) und Lessing (Christian Ulmen) einem Heer williger Damen, die unter ihren Kitteln verräterische Strickschlüpfer tragen.

Der gesellschaftspolitische Auftrag

Nicht vorhanden. Wie heißt es einmal im Film: "Das Leben ist wie eine Bratwurst. Man weiß nie, was drinsteckt." Hier steckt drin: Dissoziale Persönlichkeitsstörung, männliche Gewalt, weibliche Opferhaltung. Aber was in anderen "Tatorten" zu Debattenkrimis über

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