Nur, was heute wichtig ist

KURZMELDUNGEN

USA und Philippinen: Trump lobt Duterte für blutigen Anti-Drogenkrieg

US-Präsident Donald Trump hat den philippinischen Präsidenten Rodrigo Duterte für seinen umstrittenen Kampf gegen den Drogenhandel gelobt. Tausende mutmaßliche Drogenkriminelle sind in den vergangenen Monaten von Auftragsmördern und bei Polizeirazzien auf den Philippinen getötet worden. Trump sagte Duterte während eines Telefongesprächs, er mache einen "sagenhaften Job". Das Zitat stammt aus einem geheimen Gesprächsprotokoll von Ende April, das nun veröffentlicht wurde. Trumps Amtsvorgänger Barack Obama hatte Duterte wegen des brutalen Vorgehens seiner Regierung mehrfach kritisiert. (lmd/dpa)

Hessen: Kopftuchverbot für juristische Referendarin

Rechtsreferendarinnen dürfen in Hessen nicht mit einem Kopftuch auf der Richterbank sitzen oder die Staatsanwaltschaft vertreten. Das entschied der Hessische Verwaltungsgerichtshof. Es gebe kaum einen Ort, an dem die staatliche Neutralität so wichtig sei wie vor Gericht. Schon die Möglichkeit, dass jemand die Neutralität des Gerichts anzweifeln könnte, rechtfertige das Verbot der mit religiösen Überzeugungen verbundenen Kleidungsstücke, so die Richter. In Bayern, wo im vergangenen Jahr ein ähnlicher Fall verhandelt wurde, gilt das nicht: Dort wurde das Kopftuchverbot auf der Richterbank gekippt. (sun/dpa)

Soziales Netzwerk: Facebook sperrt Holocaust-Leugnung nur in vier Ländern

Facebook blockiert laut der britischen Zeitung "Guardian" nur in Deutschland, Frankreich, Österreich und Israel Einträge, in denen der Holocaust geleugnet wird. Das Bestreiten oder die Verharmlosung des Massenmords an den Juden während der Nazizeit ist aber in deutlich mehr Ländern strafbar. Facebook entferne solche Inhalte laut "Guardian" aber nur, wenn ein Land den "politischen Willen nachgewiesen" habe, die Zensur der Inhalte durchzusetzen - etwa durch eine Klage gegen Facebook. Offiziell ließ Facebook daraufhin verlauten, dass das Unternehmen den Holocaust sehr ernst nehme. (lmd/dpa)

Mount Everest: Retter bergen vier Tote

Am Mount Everest haben Rettungskräfte durch Zufall vier tote Bergsteiger entdeckt. Wie ein Rettungskoordinator mitteilte, hätte ein Team die Leichen im höchstgelegenen Camp vor dem Gipfel auf etwa 8000 Metern gefunden. Ursprünglich hätten die Retter nach einem anderen Bergsteiger suchen wollen, der am Wochenende verunglückt war. Die Identität der Toten ist noch unklar. Zuerst war vermutet worden, dass es sich um zwei ausländische Bergsteiger und zwei Sherpas handle. Diese fraglichen Personen seien jedoch inzwischen im Basislager des Berges angekommen. Eventuell starben die jetzt gefundenen Personen schon auf einer Tour im letzten Jahr. Dieses Jahr sind bereits sechs Kletterer beim Besteigen des Berges zu Tode gekommen. (lmd/dpa)

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