Dienstag, 06. März 2018

KURZMELDUNGEN

Wirtschaftsministerium: Staatssekretär Baake wirft wegen Klimapolitik hin

Der Klima- und Energieexperte Rainer Baake hat den designierten neuen Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier um seine Entlassung als Wirtschaftsstaatssekretär gebeten. Das geht aus einem Schreiben Baakes an den CDU-Politiker hervor. Es fehle ihm an Übereinstimmung mit den grundsätzlichen Politiken und Zielen der kündigten Regierung. Baake ist Mitglied der Grünen und war vom damaligen SPD-Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel 2014 ins Ressort geholt worden. Seit Längerem war über Baakes Zukunft spekuliert worden, da das Wirtschaftsministerium von der SPD an die CDU geht. Zuletzt hatte sich Baake für eine Änderung des Abgabensystems für Energie ausgesprochen, um den Klimaschutz voranzubringen. Davon findet sich im Koalitionsvertrag allerdings nichts. (apr/dpa)

Nordrhein-Westfalen: Manager bei Säureangriff schwer verletzt

Zwei Unbekannte haben in Haan bei Düsseldorf einen 51-Jährigen mit Säure übergossen. Der Mann sei mit schweren Verletzungen in eine Spezialklinik gekommen, teilte die Polizei mit. Kurzzeitig schwebte er in Lebensgefahr, dies sei nun jedoch nicht mehr der Fall. Der Mann arbeitet als führender Manager beim Energiekonzern Innogy, einer Tochterfirma von RWE, wie Innogy-Vorstandschef Uwe Tigges am Sonntagabend bestätigte. Ob seine berufliche Position etwas mit dem Angriff zu tun hat, ist einem Polizeisprecher zufolge unklar. Auch über die Täter sei so gut wie nichts bekannt. Die beiden sollen nach der Tat zu Fuß geflohen sein, eine Fahndung blieb bislang erfolglos. Eine Mordkommission der Düsseldorfer Polizei ermittelt nun wegen versuchter Tötung, auch der Staatsschutz wurde informiert. (hue/mxw/dpa)

Oscarverleihung: "The Shape of Water" ist Gewinner des Abends

In Los Angeles sind die 90. Oscars verliehen worden. Gewinner des Abends war der Favoritenfilm "The Shape of Water", der vier Auszeichnungen erhielt. Unter anderem bekam das Fantasydrama den Oscar für den besten Film. Gary Oldman wurde für seine Rolle als Winston Churchill in "Die dunkelste Stunde" als bester Hauptdarsteller geehrt. Den Oscar für die beste Hauptdarstellerin erhielt Frances McDormand für ihre Rolle in "Three Billboards outside Ebbing, Missouri". Nicht nur die 60-jährige Schauspielerin hielt ihre Rede ganz im Zeichen der #MeToo-Debatte. Auch Gastgeber Jimmy Kimmel widmete sich dem Thema Sexismus. Eine Auszeichnung ging auch nach Deutschland: Gerd Nefzer gewann den Oscar in der Kategorie "Beste visuelle Effekte" für den Science-Fiction-Film "Blade Runner 2049". James Ivory sicherte sich die Trophäe für das beste adaptierte Drehbuch für "Call Me By Your Name". Damit ist der 89-Jährige der älteste Oscar-Gewinner überhaupt. Hier lesen Sie mehr zu den Reaktionen auf die Verleihung im Netz. (hue/DER SPIEGEL)

Volkskongress in China: Wirtschaft soll langsamer wachsen

Beim diesjährigen Volkskongress in Peking hat China angekündigt, sich mit einem etwas geringerem Wachstum zufriedenzugeben. Nach einem Zuwachs von 6,9 Prozent im Vorjahr soll die Wirtschaft um "rund 6,5 Prozent" zulegen. Dies gab Ministerpräsident Li Keqiang am Montag zum Auftakt des Kongresses vor. So wolle man den Kampf gegen Risiken im Finanzsystem verstärken und die hohe Verschuldung abbauen. Im Gegensatz zu den angekündigten Strafzöllen auf Stahl und Aluminium durch US-Präsident Donald Trump sollen die Einfuhrzölle für Autos und einige alltägliche Konsumgüter in China reduziert werden. Während des zweiwöchigen Volkskongresses will Chinas Präsident Xi Jinping auch den Weg für eine unbegrenzte Amtszeit freimachen. Die bisherige Beschränkung der Amtszeiten auf zweimal fünf Jahre soll mit einem Votum zur Verfassungsänderung am 11. März aufgehoben werden. (hue/hej/dpa)

Schweiz: 71 Prozent stimmen gegen Abschaffung der Rundfunkgebühren

Die Schweizer haben sich mit einer klaren Mehrheit von 71 Prozent gegen die Abschaffung des öffentlich finanzierten Rundfunks ausgesprochen. Der Anstoß für den Volksentscheid am Sonntag kam von der Initiative "No Billag". Billag ist die Schweizer Gebühreneinzugszentrale. Laut "No Billag"-Unterstützern sei der gebührenfinanzierte Rundfunk zu teuer oder sogar ganz verzichtbar. Für die Finanzierung des Schweizer Rundfunks SRG schlugen Unterstützer der Initiative mehr Werbung und mehr Bezahlkonzepte wie bei privaten Sendern und Streamingdiensten vor. Das hat eine Mehrheit der Schweizer Wähler nun abgelehnt. Ab 2019 sollen die Rundfunkgebühren von derzeit jährlich 450 Franken (rund 390 Euro) deutlich gesenkt werden. (hue/fdi/dpa)

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