Mittwoch, 07. Februar 2018

KURZMELDUNGEN

Polen: Präsident Duda will Holocaust-Gesetz unterzeichnen

Polens Staatschef Andrzej Duda wird das umstrittene Holocaust-Gesetz unterschreiben. Das kündigte er am Dienstag in einer Erklärung an. Er werde das Verfassungsgericht bitten, dem Gesetzestext noch erklärende Passagen hinzuzufügen, um sicherzugehen, dass es nicht die Meinungsfreiheit einschränke. Dies solle aber erfolgen, wenn das Gesetz bereits Gültigkeit hat. Das Gesetz stellt unter anderem die Benutzung des Begriffs "polnische Lager" für die NS-Todeslager im besetzen Polen unter Strafe. Zudem sieht es Geldstrafen und bis zu drei Jahre Gefängnis vor, wenn der "polnischen Nation oder dem polnischen Staat" eine Mitschuld an Naziverbrechen gegeben wird. (lek/als/dpa)

Russlandaffäre: Anwälte raten Trump von Mueller-Befragung ab

Mehrere seiner Anwälte haben US-Präsident Donald Trump davon abgeraten, sich in der Russland-Affäre auf eine Befragung durch Sonderermittler Robert Mueller einzulassen. Sie fürchten laut "New York Times", dass Trump sich bei einer Befragung möglicherweise des Vorwurfes schuldig machen könne, die Ermittler anzulügen. Trump selbst hatte vor knapp zwei Wochen erklärt, er wolle mit dem Sonderermittler sprechen und würde dies sogar unter Eid tun. Hintergrund für Muellers Ermittlungen sind eventuelle illegale Absprachen zwischen Trumps Wahlkampfteam und Moskau, von wo aus laut US-Geheimdiensten Hackerangriffe Trumps Wahlkampf unterstützt haben sollen. Dem Vernehmen nach wird außerdem geprüft, ob Trump versucht hat, die Ermittlungen zu untergraben. (lmd/dpa)

Olympia 2018: 32 russische Athleten wollen Teilnahme erzwingen

Die russischen Olympiasieger Viktor Ahn und Anton Schipulin wollen mit Klagen beim Schweizer Bundesgericht und dem Internationalen Sportgerichtshof Cas doch noch ihre Teilnahme an den Winterspielen in Pyeongchang erzwingen. Insgesamt haben sich 32 Athleten der Klage gegen den Ausschluss durch das Internationale Olympische Komitee angeschlossen, wie der Cas am Dienstag mitteilte. Dazu gehören auch die Top-Skilangläufer Sergej Ustjugow und Ruslan Sacharow sowie Eiskunstlauf-Olympiasiegerin Xenia Stolbowa. Die Athleten waren auf Empfehlung der unabhängigen Prüfkommission vom IOC nicht nach Pyeongchang eingeladen worden. Der Cas wird die Fälle mit seiner Ad-hoc-Kommission am Mittwoch verhandeln. (lek/opa/dpa)

Niedersachsen: Antibiotikaresistente Keime in Gewässern entdeckt

Antibiotikaresistente Keime lassen sich nach einem Bericht des Norddeutschen Rundfunks in verschiedenen Gewässern in Niedersachsen nachweisen. Dies belegten Wasser- und Sedimentproben von zwölf unterschiedlichen Standorten, berichtete der Sender am Dienstag. Beauftragte Wissenschaftler hätten darin multiresistente gramnegative Bakterien (MRGN) gefunden - darunter auch solche, die sogar gegen wichtige Reserveantibiotika unempfindlich seien. Das Umweltbundesamt forderte, zumindest größere Klärwerke nachzurüsten. Die Landesministerien in Niedersachsen sahen laut NDR keinen besonderen Handlungsbedarf. (wbr/dpa)

Polizeieinsätze bei Bundesliga-Spielen: Bremen schickt der Liga nächste Rechnung

Das Bundesland Bremen will der Deutschen Fußball Liga (DFL) erneut die Kosten für einen Polizeieinsatz in Rechnung stellen. Für die Partie zwischen Werder Bremen und dem Hamburger SV am 24. Februar fordert das Land bis zu 450.000 Euro. Das Spiel wird als Hochrisikospiel eingestuft, es gibt reichlich Konfliktpotenzial zwischen den Fans beider Vereine. Das Land Bremen und die DFL befinden sich seit Jahren im Rechtsstreit um die Kosten für Polizeieinsätze bei Hochrisikospielen. Die DFL weigert sich zu zahlen und setzte sich im Mai 2017 vor dem Bremer Verwaltungsgericht durch. Dagegen ging Bremen in Berufung. Seit voriger Woche verhandelt das Oberverwaltungsgericht, ein Urteil wird für den 21. Februar erwartet. (lek/dpa)

Unfall von Uma Thurman: Tarantino bedauert folgenschweren Stunt

Regisseur Quentin Tarantino bedauert es, die Schauspielerin Uma Thurman bei den Dreharbeiten für "Kill Bill" zu einem Stunt überredet zu haben, bei dem sie sich an Hals und Knie verletzte. Tarantino hatte Thurman vor etwa 15 Jahren überredet, mit einem Auto schnell über einen Waldweg zu fahren. Thurman verlor die Kontrolle und rammte einen Baum, wie ein jetzt veröffentlichtes Video zeigt. Laut Aussagen von Thurman und Tarantino hatte Harvey Weinstein die Aufnahmen jahrelang unter Verschluss gehalten. Nachdem er das Video erhalten habe, habe er mit Thurman beraten, auf welche Weise sie mit der "New York Times" sprechen und das Filmmaterial veröffentlichen würden, so Tarantino in einem Interview mit dem Filmmagazin "Deadline". (lmd/dpa)

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