Samstag, 13. Januar 2018

KURZMELDUNGEN

Sexueller Missbrauch: Mutter soll Sohn im Internet angeboten haben

Eine Mutter aus dem Raum Freiburg soll ihren neunjährigen Sohn im Internet für Vergewaltigungen angeboten haben. Mehrere Männer sollen der Frau hierfür jeweils Tausend Euros gezahlt haben und diese habe das Geld auch angenommen. Zu diesem Schluss kommt die Staatsanwaltschaft Freiburg. Die Polizei spricht von "diversen Vergewaltigungen in vielen Fällen", vier Männer sitzen deswegen bereits in Untersuchungshaft. Was das genaue Motiv der Frau und ihres Lebensgefährten war, den Jungen im Internet anzubieten, müsse eine mögliche Hauptverhandlung ergeben, sagte die Staatsanwaltschaft. Die Polizei war den Tatverdächtigen im Herbst 2017 nach einem anonymen Hinweis aus dem Internet auf die Spur gekommen. (eaz/apr) 

Hamburg: Ahmed A. gesteht Messerangriff in Supermarkt

Ein halbes Jahr nach dem Attentat in einem Hamburger Supermarkt mit einem Toten und sechs Verletzten hat der angeklagte Palästinenser Ahmad A. vor Gericht die Taten gestanden. Sein Anwalt verlas zu Prozessbeginn ein Geständnis: "Er bekennt sich in allen Anklagepunkten ausdrücklich schuldig", erklärte er. "Die Taten hatten aus seiner Sicht einen religiösen Hintergrund." Laut Bundesanwaltschaft handelte der Täter aus einer islamistischen Gesinnung heraus. Ihm sei es darum gegangen, so viele deutsche Staatsangehörige christlichen Glaubens wie möglich zu ermorden. In der Flüchtlingsunterkunft des Angeklagten hatte man eine kleine, selbst gebastelte Fahne des "Islamischen Staats" gefunden. Die Terrormiliz selbst hat sich nicht zu der Messerattacke bekannt. (eaz/wit/dpa)

Verbalausfall: Trump bestreitet "Drecksloch"-Äußerung

Donald Trump soll afrikanische Staaten und Haiti bei einer Besprechung im Weißen Haus als "Drecksloch-Staaten" bezeichnet haben. Der Uno-Menschenrechtsrat und die Afrikanische Union reagierten darauf empört. Das Weiße Haus dementierte die Äußerungen Trumps nicht, US-Senator Richard J. Durbin bestätigt sie mittlerweile. Trump selbst bestreitet die Äußerung. Auf Twitter schrieb der US-Präsident: "Die Sprache, die ich bei dem Daca-Treffen benutzt habe, war hart, aber das war nicht die Sprache, die benutzt wurde." Bei dem Treffen ging es um einen Kompromiss in der Einwanderungspolitik, der auch eine Lösung für das sogenannte Daca-Programm vorsieht. Dieses bietet bislang Hunderttausenden jungen Migranten Schutz. Laut "Washington Post" habe sich Trump frustriert über Vorschläge von Senatoren gezeigt, Migranten aus Haiti, El Salvador und afrikanischen Ländern im Rahmen eines Einwanderungsdeals einen Schutzstatus zu geben. (eaz/als/dpa)

Türkei: Gericht lehnt Freilassung zweier Journalisten ab

Im Streit um die in Untersuchungshaft sitzenden Journalisten Mehmet Altan und Sahin Alpay hat das türkische Verfassungsgericht eine Freilassung gefordert, da die andauernde Haft die Rechte der Journalisten verletze. Das zuständige Strafgericht wies dies nun zurück – Altan und Sahin verbleiben in Haft. Ihnen werden Verbindungen zu terroristischen Organisationen und eine Beteiligung am gescheiterten Putschversuch 2016 zur Last gelegt. Das Urteil des Verfassungsgerichts hätte einen Präzedenzfall für weitere inhaftierte Journalisten, wie etwa den seit rund elf Monaten festgehaltenen "Welt"-Korrespondent Deniz Yücel, geschaffen. (klk/dpa)

Nord und Süd zusammen: Seoul plant gesamtkoreanisches Eishockey-Team bei Olympia

Südkorea, das Gastgeberland der Winterspiele in Pyeongchang, treibt die Pläne voran, ein gemeinsames Frauen-Eishockeyteam mit Nordkorea antreten zu lassen. Es wäre der erste gemeinsame sportliche Auftritt der verfeindeten Staaten auf olympischer Bühne seit 70 Jahren. 1948 hatte das damals noch geeinte Korea an den Winterspielen in St. Moritz und den Sommerspielen in London teilgenommen. Südkoreas stellvertretender Sportminister Roh Tae Kang verkündete am Freitag den Plan. Ebenso sollen beide Länder bei der Eröffnungs- und Schlussfeier gemeinsam einmarschieren. Dies war bisher nur bei den Sommerspielen 2000 und 2004 sowie bei den Winterspielen 2006 der Fall.

Dropbox: Datenspeicherdienst meldet Börsengang an

Der Cloud-Anbieter Dropbox hat seinen Börsengang angemeldet. Das Debüt am Aktienmarkt sei noch für die erste Jahreshälfte 2018 geplant, wie mehrere US-Medien unter Berufung auf Insider berichten. Dropbox erzielt derzeit einen Umsatz von mehr als einer Milliarde Dollar. Zuletzt wurde der Datenspeicherdienst in privaten Finanzierungsrunden auf einen Unternehmenswert von zehn Milliarden Dollar geschätzt. Es wäre der größte Tech-Börsengang seit März 2017, als der Messenger-Dienst Snapchat den Schritt an die Börse wagte. (klk/dpa)

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