Donnerstag, 11. Januar 2018

KURZMELDUNGEN

GroKo-Sondierungen: Stegner wirft Union Indiskretionen vor

Der stellvertretende SPD-Chef Ralf Stegner hat sich über Indiskretionen der Union bei den Sondierungsgesprächen beschwert. "Lese viel Falsches, was angeblich vereinbart sei", twitterte Stegner am Mittwochmorgen. Die Skepsis gegenüber einer Neuauflage einer Großen Koalition "war, ist und bleibt begründet". Auch Juso-Chef Kevin Kühnert, der dem Sondierungsteam nicht angehört, kritisierte die Union, sich nicht an das vereinbarte "Schweigegelübde" zu halten. In den vergangenen Tagen waren aus den Sondierungen unter anderem Details zur Klima- und zur Einwanderungspolitik durchgesickert, obwohl die Delegationen von CDU, CSU und SPD Stillschweigen vereinbart hatten. (als/rem)

Neuer Prozess nach Gruppenvergewaltigung: Der Gewaltexzess von Harburg

Knapp zwei Jahre nach der Gruppenvergewaltigung einer 14-Jährigen in Hamburg-Harburg müssen sich die mutmaßlichen Täter erneut vor Gericht verantworten. Im Oktober 2016 wurden vier jugendliche Mittäter zu Bewährungsstrafen verurteilt, der 21-jährige Haupttäter erhielt eine Gefängnisstrafe von vier Jahren. Nun soll das Strafmaß der fünf Angeklagten erneut geprüft werden. Dafür hat am Mittwoch ein neuer Prozess vor dem Landgericht Hamburg begonnen. Die jungen Männer waren für schuldig befunden worden, sich im Februar 2016 an dem betrunkenen Mädchen vergangen und die Taten in einer Wohnung mit dem Handy gefilmt zu haben. Anschließend ließen sie ihr Opfer frühmorgens bei eisiger Kälte in einem Hinterhof liegen. (mxw/rem)

Trotz Jahresverlust: Deutsche Bank verteidigt Boni-Erhöhung

Obwohl die Deutsche Bank 2017 wahrscheinlich den dritten Jahresverlust in Folge hinnehmen muss, werden die Manager-Boni offenbar steigen. Die beiden stellvertretenden Vorstandschefs, Marcus Schenck und Christian Sewing, sprachen sich in einem gemeinsamen Interview für höhere Bonuszahlungen aus. "Wettbewerbsfähige Bezahlung ist für die Bank ein wichtiger Punkt", sagte Sewing dem "Handelsblatt". Für das Jahr 2015 hatte die Bank noch rund 1,4 Milliarden Euro an Investmentbanker ausgeschüttet; 2016 wurden die Boni drastisch gekürzt, viele Banker kassierten gar keine Zusatzzahlung. Für 2017 soll es nun dem Vernehmen nach wieder hohe Ausschüttungen geben. (ssu/rem)

"Bitcoin"-Hype: "KodakCoin" angekündigt - Aktienkurs verdoppelt

Nach der Ankündigung einer eigenen Digitalwährung hat sich der Aktienkurs des traditionsreichen Tech-Unternehmens Kodak in etwa verdoppelt. Mit dem "KodakCoin" und der dazugehörigen Plattform "KodakOne" sollen Fotografen ihre Autorenrechte absichern und die Bilder vermarkten können, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. So soll die unerlaubte Nutzung geschützter Bilder verhindert werden. Nach der Ankündigung stieg die Kodak-Aktie um bis zu 120 Prozent. Die Krypto-Offensive könnte für die Firma ein großer Image-Gewinn sein. Das Unternehmen musste 2012 Insolvenz anmelden und sein Kerngeschäft verkaufen. Seitdem galt der Rest als wenig innovativ. (ssu/rem/dpa)

Sexuelle Belästigung: Michael Douglas dementiert vorsorglich

Der US-Schauspieler Michael Douglas ist der Veröffentlichung von Vorwürfen sexueller Belästigung zuvorgekommen. Douglas soll vor einer Mitarbeiterin seiner Produktionsfirma masturbiert haben - vor rund 30 Jahren. Der Hollywoodstar sagte dem Onlineportal "Deadline" jetzt, er sehe sich gezwungen, die Anschuldigung zu bestreiten, obwohl die noch gar nicht öffentlich erhoben wurde. Denn seine Anwälte hätten ihn darüber informiert, dass das Branchenmagazin "Hollywood Reporter" die Veröffentlichung plane. Douglas bezeichnete die Masturbationsgeschichte als eine "komplette Lüge und Erfindung ohne wahre Grundlage". (rem)

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