Samstag, 06. Januar 2018

KURZMELDUNGEN

Österreichs FPÖ und das Asylrecht: Erst provozieren, dann relativieren

Österreichs Vizekanzler Heinz-Christian Strache von der rechtspopulistischen FPÖ hat umstrittene Aussagen zur Verschärfung bei der Unterbringung von Asylbewerbern relativiert. Quartiere für Flüchtlinge in leer stehenden Kasernen seien derzeit kein Thema, sagte der FPÖ-Chef nach einer Regierungsklausur. "Es sind keine Massenquartiere geplant", so der 48-jährige Strache. Strache hatte in einem Interview mit dem ORF davon gesprochen, Flüchtlinge in Kasernen unterzubringen. Auch eine Ausgangssperre für Flüchtlinge am Abend und nachts hielt er für denkbar - ohne Details zu nennen. Diese Aussage hat er bislang nicht zurückgenommen. Seit Mitte Dezember ist die rechte FPÖ Teil der Regierungskoalition in Österreich. ÖVP und FPÖ wollen die illegale Migration stoppen und Asylverfahren beschleunigen. Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) äußerte sich bisher nicht zu den Vorschlägen. (cte/rem/dpa)

Unwetter und Hochwasser: Schifffahrt auf mehreren Flüssen eingestellt

Heftige Regenfälle nach Sturmtief "Burglind" haben im Süden und Westen Deutschlands Hochwasser und Erdrutsche ausgelöst. Auch die Schifffahrt ist massiv betroffen. Nach Angaben des Bundesverbandes der Deutschen Binnenschiffahrt waren am Freitag sieben Flüsse zumindest abschnittsweise gesperrt: Rhein, Donau, Main, Mosel, Saar, Neckar und Weser. So wurde etwa auf dem Oberrhein die Schifffahrt eingestellt; weiter rheinabwärts, unter anderem bei Köln, könnte es am Wochenende so weit sein. Doch Meteorologen wecken nach dem regenreichen Jahresbeginn nun Hoffnung auf trockeneres Wetter: Am Sonntag bleibt es dem Deutschen Wetterdienst zufolge weitgehend niederschlagsfrei. (bbr/rem/dpa)

Löwen, Elefanten, Nashörner: Deutschland genehmigt Import von Hunderten Jagdtrophäen im Jahr

Die Bundesregierung hat nach SPIEGEL-Informationen im Jahr 2017 die Einfuhr von mehr als 600 Jagdtrophäen streng geschützter Arten genehmigt. Wie aus einer Antwort der Regierung auf eine Anfrage der Grünen, die dem SPIEGEL vorliegt, hervorgeht, erteilte das Bundesamt für Naturschutz (BfN) 615 Einfuhrgenehmigungen für Jagdtrophäen geschützter Tiere. Ähnliche Zahlen wurden auch in den Vorjahren genehmigt. Das BfN stellte vergangenes Jahr beispielsweise 24 Genehmigungen aus für Jagdtrophäen von Löwen, 26 für Leoparden, 24 für Flusspferde, 15 für Afrikanische Elefanten, 14 für Braunbären und 5 für Geparden. All diese Tiere stehen unter besonderem Schutz. (boj/rem)

"Game of Thrones": Die finale Staffel der TV-Serie startet erst 2019

Fans der TV-Serie "Game of Thrones" müssen sich gedulden: Die achte Staffel des Fantasy-Dramas wird erst 2019 ausgestrahlt. Dies gab der US-Sender HBO bekannt. Ein genauer Starttermin für die geplanten sechs Folgen wurde nicht genannt. Laut der knappen Mitteilung sind David Benioff, Daniel Brett Weiss, David Nutter und Miguel Sapochnik als Regisseure dabei. Das mehrfach ausgezeichnete Fantasy-Drama war im vergangenen Sommer in die siebte Staffel gestartet. Fans hatten zunächst gehofft, dass die finale Staffel der Serie 2018 erscheint. Die TV-Produktion basiert auf den Romanen von US-Autor George R.R. Martin. (lek/aar/dpa)

Vierschanzentournee: Richard Freitag steigt vorzeitig aus

Deutschlands bester Skispringer Richard Freitag steigt einen Tag nach seinem schweren Sturz in Innsbruck vorzeitig aus der Vierschanzentournee aus. Der Gesamtweltcup-Führende wird beim abschließenden Springen am Samstag in Bischofshofen nicht mehr antreten. "Aktuell macht Skispringen keinen Sinn für mich", sagte Freitag in einer Mitteilung des Deutschen Skiverbandes. "Das ist zwar bitter, aber da es in dieser Saison noch einiges zu holen gibt, wäre es unklug, nicht auf den eigenen Körper zu hören." Nach seinem Sturz in Innsbruck waren Freitags Chancen auf einen Tournee-Gesamtsieg sowieso dahin. (lek/dpa)

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