Freitag, 05. Januar 2018

KURZMELDUNGEN

Naturkatastrophen: 2017 war das bislang teuerste Jahr für Versicherungen

Die Hurrikanserie in Amerika und andere Naturkatastrophen haben die Versicherer und Rückversicherer 2017 so viel Geld gekostet wie noch nie. Der größte Rückversicherer der Welt bezifferte die versicherten Schäden aus Naturkatastrophen auf 135 Milliarden Dollar. Insgesamt verursachten Stürme, Erdbeben und Überschwemmungen den neuen Berechnungen der Münchener Rück zufolge einen Schaden von 330 Milliarden Dollar. Das ist die zweithöchste seit Beginn der Aufzeichnungen 1970 je registrierte Summe. Die Summen der verursachten Schäden sind höher als die von den Versicherungen zu zahlenden Beträge, weil längst nicht alle Schäden versichert sind. (apr/rem/dpa)

Türkei: Ankara wirft Deniz Yücel Terrorpropaganda vor

Die türkische Regierung hat jetzt, nach neun Monaten, ihre Stellungnahme beim Verfassungsgericht zur Beschwerde von Deniz Yücel eingereicht. Das berichtet die "Welt". Der Journalist Yücel hatte sich mit seiner Beschwerde gegen die Untersuchungshaft gewandt. Yücel würden in der Stellungnahme nun Terrorpropaganda und Volksverhetzung vorgeworfen - Grundlage dieser Vorwürfe sind seine Artikel. Das Gericht habe, so die "Welt", Yücel und dessen Anwälten eine Frist von zwei Wochen für eine Reaktion eingeräumt. Danach könnte das höchste türkische Gericht darüber entscheiden, ob der Reporter in Haft bleiben muss. Am Samstag besucht der türkische Außenminister seinen deutschen Kollegen. Der Fall ist der größte Streitpunkt in den Beziehungen zwischen Deutschland und der Türkei. (lek/dpa)

Vierschanzentournee: Stoch siegt erneut, Freitag stürzt

Dem polnischen Titelverteidiger Kamil Stoch ist der Gesamtsieg bei der Vierschanzentournee kaum noch zu nehmen: Nachdem Richard Freitag nach einem Sprung auf 130 Meter gestürzt war, gewann der Olympiasieger auch das dritte Springen in Innsbruck und könnte als zweiter Sportler überhaupt einen Vierfachsieg bei der Tour schaffen. Mit Versuchen auf 130 und 128,5 Meter landete Stoch deutlich vor der Konkurrenz. Zweiter wurde der Norweger Daniel Andre Tande, Dritter Andreas Wellinger. Freitag trat zum zweiten Durchgang wegen starker Schmerzen nicht mehr an. (lek/aha/dpa)

Vertraulicher Antrag eingereicht: Spotify will an die Börse

Der weltgrößte Musikstreaming-Dienst Spotify setzt laut Medienberichten zu seinem seit Langem erwarteten Börsengang an. Die in Schweden beheimatete Firma habe vor dem Jahreswechsel einen vertraulichen Antrag für eine Aktienplatzierung in den USA eingereicht, berichteten unter anderem die "Financial Times" und das "Wall Street Journal". Das Unternehmen wolle zum Ende des ersten Halbjahres an der Börse starten, heißt es in den Berichten. Spotify kommentierte die Meldungen bisher nicht, wollte sie aber auch nicht dementieren. Das Unternehmen ist die Nummer eins im Geschäft mit Musik-Streaming, bei dem die Songs direkt aus dem Netz abgespielt werden, und kommt nach eigenen Angaben auf mehr als 60 Millionen zahlende Abo-Kunden und mehr als 140 Millionen Nutzer insgesamt. (rem/dpa)

Naketano: Modemarke stellt Produktion ein

Die deutsche Modemarke Naketano wird zum Ende des Jahres die Produktion einstellen. In einer Mitteilung an mehrere Modehäuser schrieb das Unternehmen: "Wir liefern nur noch bis zum 31.12.2018." Die Hintergründe für den Schritt sind bisher unklar. Bekannt ist die Marke für bunte Kapuzenpullover und Jacken mit dicken Kordeln, die sie in China und der Türkei fertigen lässt. Auch Produktnamen wie "Monsterbumserin" oder "Italienischer Hengst" sorgten für Aufmerksamkeit. (lmd)

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