Donnerstag, 04. Januar 2018

KURZMELDUNGEN

Beamtenbund: Dem Staat fehlen 185.000 Mitarbeiter

Dem Staat fehlen nach Einschätzung des Beamtenbundes dbb derzeit mehr als 185.000 Mitarbeiter. Das geht aus einer Aufstellung des dbb Beamtenbund und Tarifunion hervor. Die größte Lücke hat sich demnach in den Kommunalverwaltungen aufgetan. Hier fehlen fast 138.000 Mitarbeiter, davon allein im Erziehungsdienst 130.000. Unter anderem wegen der Herausforderungen durch Inklusion und Migration bräuchten vor allem Länder und Kommunen zusätzliches Personal, so der dbb. In den kommenden 15 Jahren werde sich der Personalmangel verschärfen, denn 1,5 Millionen Beschäftigte würden altersbedingt aus dem öffentlichen Dienst ausscheiden. (rem/dpa)

Erster GSG-9-Kommandeur: Ulrich Wegener ist tot

Ulrich Wegener, der frühere Chef der Bundespolizei-Spezialeinheit GSG 9, ist im Alter von 88 Jahren gestorben. Das berichten übereinstimmend die "Bild"-Zeitung und die Nachrichtenagentur dpa. Wegener war der Gründungskommandeur der Antiterroreinheit, die nach dem Anschlag während der Olympischen Spiele 1972 in München ins Leben gerufen wurde. Unter seiner Leitung hatte die Spezialeinheit der Bundespolizei im Oktober 1977 die von palästinensischen Terroristen gekaperte Lufthansa-Maschine "Landshut" im somalischen Mogadischu gestürmt und mehr als 90 Geiseln unversehrt befreit. Für seine Verdienste bekam Wegener das Große Verdienstkreuz verliehen. (hut/rem/dpa)

Unfall an der "Teufelskurve": Mindestens 48 Tote bei Busunglück in Peru

Bei einem schweren Busunglück in Peru sind mindestens 48 Menschen ums Leben gekommen. Weitere sechs Menschen wurden bei dem Unfall nördlich der Hauptstadt Lima verletzt und per Hubschrauber in Krankenhäuser gebracht, wie der örtliche Polizeichef Hernán Valdivieso am Dienstagabend (Ortszeit) im Radiosender RPP sagte. Ein Lastwagen sei auf einer Landstraße in der Provinz Huaral auf den Bus aufgefahren und habe ihn von der Fahrbahn abgebracht, teilte ein Sprecher der Verkehrspolizei mit. Der Bus stürzte daraufhin an der Steilküste fast 100 Meter in die Tiefe und blieb am Strand liegen. Präsident Pedro Pablo Kuczynski sprach den Familien der Opfer via Twitter sein Beileid aus. (rem/dpa)

Staatlich organisiert: Tausende demonstrieren für Irans Regime

Nach tagelangen und immer noch andauernden regimekritischen Protesten in Iran hat die islamische Führung des Landes nun selbst landesweit Kundgebungen organisiert. Nach Angaben des Staatsfernsehens Irib waren es sogar Hunderttausende, die auf den Straßen ihre Unterstützung für das System demonstrierten. In allen Demonstrationen gab es Rufe wie: "Nieder mit den USA", "Nieder mit Saudi-Arabien" und "Nieder mit Israel". Diese drei Länder sind nach Auffassung der iranischen Führung die Anstifter der Protestwelle im Land und unterstützen demnach die Demonstranten mit Geld und auch mit Waffen. 

Am vergangenen Sonntag hatten Demonstranten zunächst Proteste gegen die großen wirtschaftlichen Probleme Irans gestartet. Vom Nordosten des Landes breiteten sich die Demonstrationen schließlich auf weitere Städte aus und wurden systemkritischer. Dabei kam es auch wiederholt zu Gewalttaten. Bisher kamen bei den Demonstrationen mindestens 21 Menschen ums Leben. Mehr zu den Unruhen in Iran lesen Sie hier(aev/rem/dpa)

Marihuana-Plantage: Ex-Boxer Mike Tyson steigt ins Cannabis-Geschäft ein

Der frühere Box-Weltmeister Mike Tyson steigt ins Cannabis-Geschäft ein. Zusammen mit zwei Geschäftspartnern hat sich Tyson ein gut 16 Hektar großes Grundstück in der Wüste von Kalifornien gesichert, auf dem eine Cannabis-Plantage angelegt werden soll. Geplant ist zudem ein Forschungszentrum für die Weiterbildung von Landwirten in Fragen des Marihuana-Anbaus. Auch ein Campingplatz soll angelegt werden. Seit Jahresbeginn darf Marihuana in Kalifornien auch an Kunden ohne medizinisch begründeten Bedarf legal verkauft werden. Experten gehen davon aus, dass bis 2020 allein in dem Sonnenstaat jährlich bis zu sieben Milliarden US-Dollar umgesetzt werden. (ala/rem)

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