Donnerstag, 28. Dezember 2017

KURZMELDUNGEN

Russland-Wahl: Nach Boykottaufruf drohen Putin-Gegner Nawalny juristische Konsequenzen

Nach seinem Aufruf zum Boykott der russischen Präsidentschaftswahlen im März muss der Oppositionelle Alexej Nawalny womöglich mit weiteren Sanktionen rechnen. Der Aufruf müsse von den Behörden geprüft werden, sagte Kreml-Sprecher Dmitrij Peskow, möglicherweise verstoße er gegen das Gesetz. Die russische Wahlkommission hatte Nawalny, den einzigen ernstzunehmenden Gegner von Wladimir Putin, am Montag als Kandidaten von der Präsidentschaftswahl ausgeschlossen. Die Mitglieder begründeten dies mit einer sehr umstrittenen Vorstrafe wegen Unterschlagung. "Wir werden das Ergebnis dieser Wahlen nicht anerkennen", sagte Nawalny daraufhin. Seine Wahlkampfbüros will er für die Koordinierung des Boykotts nutzen. (lek/stk/dpa)

Vereinte Nationen: Budget soll um 285 Millionen Dollar gekürzt werden

Die Uno muss 2018 und 2019 mit weniger Geld auskommen. Der Haushalt für die kommenden beiden Jahre soll um 285 Millionen Dollar schrumpfen. "Es ist bekannt, dass die Vereinten Nationen ineffizient und verschwenderisch sind", sagte Nikki Hailey, die US-Botschafterin bei der Uno, in einer Mitteilung. Die historische Kürzung sei ein großer Schritt in die richtige Richtung. Die US-Regierung versucht, die Kürzung als Strafe für die Jerusalem-Resolution der Uno erscheinen zu lassen. Allerdings hatten sich bereits im Oktober die Uno-Mitglieder darauf verständigt, die Ausgaben um 280 Millionen Dollar zu reduzieren. (lek/kry/dpa)

Amazon: Ver.di ruft zu mehrtägigem Streik auf

Die Gewerkschaft Ver.di hat am größten deutschen Versandlagerstandort des Handelsriesen Amazon zu einem Streik im Nachweihnachtsgeschäft aufgerufen. Die Mitarbeiter in den beiden Logistikzentren in Bad Hersfeld seien von Mittwoch bis einschließlich Samstag angehalten, ihre Arbeit niederzulegen, sagte Gewerkschaftssekretärin Mechthild Middeke. Der Standort habe nach Weihnachten besonders viel mit dem Umtausch von Geschenken zu tun. Zudem würden nun viele Gutscheine eingelöst. Ver.di ruft seit Jahren immer wieder zu Streiks bei Amazon auf. Damit sollen Verhandlungen über einen Tarifvertrag erzwungen werden. (lek/bam/dpa)

Fußball-WM 2018: Cheforganisator tritt zurück

Der russische Vizepremier Witalij Mutko tritt als Cheforganisator der Fußball-WM 2018 in Russland zurück. Das teilte Mutko am Mittwoch in Moskau mit. Der bisherige Generaldirektor Alexej Sorotkin soll die Leitung des Organisationskomitees übernehmen. Am Montag hatte Mutko bereits erklärt, sein Amt als Chef des russischen Fußballverbands vorübergehend ruhen zu lassen. Der 59-Jährige gilt als eine der Schlüsselfiguren im russischen Dopingskandal und war deshalb vom Internationalen Olympischen Komitee lebenslang gesperrt worden. Er hat beim internationalen Sportgerichtshof Einspruch gegen diese Entscheidung eingelegt. (lek/jat/dpa)

Prinz Harrys Hochzeit: Gästelistenzoff um Obama

Der frisch verlobte Prinz Harry will zu seiner Hochzeit mit Meghan Markle den ehemaligen US-Präsidenten Barack Obama einladen und nicht den amtierenden Präsidenten Donald Trump. Dieser Wunsch scheint die britische Regierung, laut einem Bericht der Boulevardzeitung "The Sun", in diplomatische Nöte zu bringen. Unter Berufung auf Regierungskreise hatte die britische Zeitung berichtet, es gäbe in London Bedenken, eine Einladung an Obama könnte US-Präsident Donald Trump verärgern. Trump wartet seit Monaten auf einen Termin für seinen angekündigten Staatsbesuch bei der Queen in London. Doch die Hochzeit des royalen Nachwuchses gilt dem Bericht zufolge nicht als Staatsakt, weshalb die Regierung nur eine beratende Funktion habe. Die Gästeliste werde vom Buckingham Palace erstellt. (kfi/apr/dpa)

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