Samstag, 23. Dezember 2017

KURZMELDUNGEN

Vor Sondierungsgesprächen: Nahles fordert Steuererhöhung für Reiche

Vor den entscheidenden Sondierungsgesprächen Anfang Januar fordert SPD-Fraktionschefin Andrea Nahles höhere Steuern für Reiche und einen grundlegenden Umbau des Gesundheitssystems. In diesen Fragen müsse die Union ihrer Partei entgegenkommen. "Wir werden Frau Merkel nicht wegen ein paar Überschriften erneut zur Kanzlerin wählen", sagte Nahles dem SPIEGEL. Spitzenverdiener müssten stärker durch einen höheren Spitzensteuersatz und eine Reichensteuer an der Finanzierung staatlicher Aufgaben beteiligt werden. Nahles nannte zudem eine Reform der Gesundheitspolitik als zentrale Voraussetzung für ein mögliches Bündnis mit der Union. Sie warnte CDU und CSU vor einem Scheitern der Gespräche: "Mit dem Parteitag am 21. Januar wird die Zeit der Ergebnisoffenheit vorbei sein", so die SPD-Fraktionschefin.

Haushaltsstreit: US-Kongress wendet "Shutdown" ab

Der Kongress in Washington hat ein weiteres Mal kurz vor Ablauf der Frist für eine vorübergehende Finanzierung der Bundesverwaltung gestimmt - und so den "Government Shutdown" verhindert. Nach dem Repräsentantenhaus stimmte in der Nacht zum Freitag auch der Senat einem Gesetz zu, das die Regierung bis zum 19. Januar 2018 weiter finanzieren wird. In ihrer jüngsten Einigung vom 8. Dezember hatte der Kongress die bis zum 22. Dezember reichende Überbrückung vereinbart. Demokraten wie Republikaner haben beiderseits versucht, die Kompromissfindung für die "Shutdown"-Gesetzgebung mit größeren anderen Gesetzesvorhaben zu verknüpfen. Da sich bereits die Finanzierung als ausreichend kompliziert erwies, wurden die anderen Pläne wieder isoliert und auf den Beginn des nächsten Jahres gelegt. (eaz/dpa)

Google-Dachkonzern: Eric Schmidt gibt Chefposten auf

Führungswechsel beim Google-Dachkonzern Alphabet: Am Donnerstag kündigte Eric Schmidt, ehemaliger Google-Chef und seit zwei Jahren an der Spitze des Verwaltungsrat bei Alphabet, seinen Rücktritt an. Er wolle dem Konzern künftig als technischer Berater zur Seite stehen und sich ansonsten mehr um seine philantropischen Aktivitäten kümmern, hieß es in einer Erklärung. Der Schritt sei mit Alphabet-Vorstandschef Larry Page und Google-Chef Sundar Pinchai abgestimmt, erklärte Schmidt. Nach der Umstrukturierung von Google 2015 trat Schmidt an die Spitze des Verwaltungsrats des neu gegründeten Dachkonzerns Alphabet. Nach 17 Jahren im Dienste des Unternehmens werde Schmidt künftig als Berater in Wissenschafts- und Technologiefragen wirken, sagte Vorstandschef Page. (eaz/mik)

Kryptowährung: Bitcoin-Kurs fällt massiv

Kurz vor Weihnachten hat die Kryptowährung Bitcoin deutlich an Wert verloren. Auf diversen Handelsplattformen rutschte der Bitcoin-Kurs unter die Marke von 13.000 Dollar und bewegte sich auf 12.000 Dollar zu. Damit hat der jüngste steile Kursanstieg zumindest vorerst ein abruptes Ende gefunden: Am Wochenende war der Bitcoin noch auf 20.000 Dollar zugelaufen. Auch andere Kryptowährungen wie Ethereum und Litecoin büßten am Freitag prozentual zweistellig an Wert ein. Notenbanker warnen immer wieder vor der Unberechenbarkeit des Bitcoin und sprechen eher von einem Spekulationsobjekt als einer Währung, da einer der wichtigsten Eigenschaften von klassischem Geld - die Wertstabilität - nicht gewährleistet sei. (eaz/dpa) 

Staatsausgaben: Schuldenuhr läuft erstmals rückwärts

Ab 2018 wird die öffentliche Schuldenuhr des Bundes der Steuerzahler erstmals rückwärts laufen - seit ihrem 22-jährigen Bestehen. Auslöser sei der vom Statistischen Bundesamt vermeldete Rückgang der Gesamtverschuldung des Staates im zurückliegenden Jahr um 2,9 Prozent auf noch 1,93 Billionen Euro, sagte der Präsident des Verbandes, Reiner Holznagel, der "Saarbrücker Zeitung". Die derzeitige positive Entwicklung bedeute aber keine Entwarnung: So könne der Rückgang der Verschuldung nicht auf eine aktive Politik zurückgeführt werden, sondern "auf das Wirtschaftswachstum, die Steuermehreinnahmen und niedrige Zinsen", warnte Holznagel. Im Fall einer Zinswende hätten die Finanzminister von Bund und Ländern ein großes Problem. (eaz/dpa)

Transfercoup: Mario Gomez wechselt zum VfB Stuttgart

Fußball-Nationalspieler Mario Gomez wechselt zur Bundesliga-Rückrunde vom VfL Wolfsburg zum VfB Stuttgart. Nach dpa-Informationen beträgt die Ablöse für den Stürmer mehr als drei Millionen Euro. Gomez stand bereits bis 2009 beim VfB Stuttgart unter Vertrag, mit dem er 2007 Deutscher Meister wurde. Seit 2016 war der 71-fache Nationalstürmer für den VfL Wolfsburg aktiv. Im Gegenzug kehrt Leihspieler Josip Brekalo bereits jetzt zum VfL zurück. Der 19-jährige Kroate war im vergangenen Winter von Wolfsburg zum VfB Stuttgart gewechselt. (lek/mfu/dpa)

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