Freitag, 22. Dezember 2017

KURZMELDUNGEN

USA: Unterzeichnung von Steuerreform verzögert sich

Die Unterzeichnung der von US-Präsident Donald Trump geplanten Steuerreform wird sich um wenige Tage verzögern: Grund dafür seien automatische Ausgabenkürzungen, die durch das Steuergesetz ausgelöst werden könnten, erklärte Trumps Wirtschaftsberater Gary Cohn am Mittwochabend. Um diese Ausgabenkürzungen zu vermeiden, sollten Ausnahmen im Zwischenhaushalt vorgesehen werden. Trump werde seine Unterschrift vermutlich am Freitag unter die Reformgesetze setzen, sagte Cohn, sobald der Zwischenhaushalt stehe. "Wenn nicht, werden wir sie wahrscheinlich in der ersten Woche des neuen Jahres unterzeichnen." Die Steuerreform ist der bislang größte Erfolg von Trump seit seinem Amtsantritt als US-Präsident vor elf Monaten. (ez/dpa)

Streit über Jerusalem-Resolution: Erdogan attackiert Trump

Kurz vor der Abstimmung der Uno-Vollversammlung über eine mögliche Jerusalem-Resolution hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan die USA und Präsident Donald Trump scharf attackiert. "Mr Trump, Sie können den demokratischen Willen der Türkei nicht mit Ihren Dollars erkaufen", sagte Erdogan. Die Mitgliedstaaten der Uno könnten die USA dazu auffordern, die Entscheidung, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen, zurückzunehmen. Schon im Vorfeld der Versammlung hatte Trump gedroht, Hilfszahlungen an Nationen einzustellen, die die Resolution befürworten. Erdogan hoffe nun, dass "die USA nicht das Ergebnis bekommen werden, das sie erwarten", und dass die Welt Washington "eine sehr gute Lektion" erteilen werde. (aev/ez)

iPhone-Trick: Apple äußert sich zur iPhone-Bremse

Apple hat auf Berichte reagiert, das Unternehmen bremse alte iPhones absichtlich aus (hier geht's zum DAILY-Aufmacher der letzten Ausgabe). Der Konzern verwies auf Maßnahmen zur Regelung des Spitzen-Stromverbrauchs bei abgenutzten Batterien: Die Spitzen-Strombelastung werde bei Bedarf "geglättet".

Auslöser für die jüngsten Berichte waren unterschiedliche Werte bei iPhone-Belastungstests vor und nach einem Batteriewechsel. Sie zeigten, dass beim iPhone mit alter Batterie die Spitzenleistung des Prozessors gedrosselt war, während sie mit dem neuen Akku auf normales Niveau zurückkehrte. 

Apple bestritt nicht die Messwerte. Der Konzern machte in seiner Erklärung zugleich keine Angaben dazu, was genau die Maßnahmen zur Verwaltung des Stromverbrauchs sind. (ez/dpa)

Insolvenz: Ryanair verzichtet auf Gebot für Niki

Nach Ablauf der Bieterfrist für die insolvente Air-Berlin-Tochterfirma Niki will Ryanair nun doch kein Gebot abgeben. "Leider gab es nicht genug Klarheit über die Vermietung von Lufthansa-Flugzeugen an Niki, das konnten wir nicht rechtzeitig lösen", teilte das Unternehmen mit. Auch die Bietergemeinschaft Zeitfracht/Nayak verzichtet auf ein eigenes Angebot. Jedoch strebten sie Kooperationen mit möglichen Käufern an, sagte ein Sprecher. Eigentlich sollte die Air-Berlin-Tochter mit 21 Flugzeugen von Lufthansa Chart übernommen werden, der Konzern zog sein Angebot aber wegen Bedenken der EU-Wettbewerbsbehörde zurück. Als weitere Interessenten an Niki gelten die Schweizer Linien- und Charterfluggesellschaft PrivatAir und die Condor-Mutter Thomas Cook. (ez/dpa)

Vatikan: Papst kritisiert "Verräter" in der römischen Kurie

Papst Franziskus hat seinen Führungsanspruch unterstrichen: In seiner traditionellen Weihnachtsansprache an die Mitarbeiter der Leitungsebene warnte der Pontifex vor "Personen, die sorgfältig ausgewählt werden, um der Reform größere Kraft zu geben, aber die Größe ihrer Verantwortung nicht verstehen und sich von Ehrgeiz und Ruhmessucht korrumpieren lassen". Er kritisierte "Verräter" in der römischen Kurie. Ex-Mitarbeiter der Kurie hatten in diesem Jahr immer wieder von Intrigen im Vatikan berichtet. Es sei deshalb sehr wichtig, diese "unausgeglichene und degenerierte Logik der Komplotte und der kleinen Gruppen" zu überwinden", sagte der Papst. Die Mitarbeiter der Kurie müssten den Willen des Papstes und ihrer Vorgesetzten folgen. (ez/dpa)

Bundesliga-Transfer: Sandro Wagner wechselt zum FC Bayern

Der FC Bayern München hat Nationalspieler Sandro Wagner verpflichtet. Der 30 Jahre alte Angreifer wechselt zum 1. Januar von 1899 Hoffenheim zum deutschen Fußball-Rekordmeister. Bei seinem Ex-Club hat der gebürtige Münchner einen Vertrag bis zum 30. Juni 2020 unterschrieben. "Ich freue mich riesig. Eine lange Reise geht für mich zu Ende, ich komme wieder nach Hause zu meinem Verein, in meine Heimat. Als das Angebot kam, musste ich nicht lange überlegen", sagte Wagner am Donnerstag in einer Mitteilung seines neuen Arbeitgebers. Die Ablösesumme soll bei einem Sockelbetrag von zwölf Millionen Euro liegen, Angaben der Vereine gab es nicht. (rem/dpa)

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