Mittwoch, 20. Dezember 2017

KURZMELDUNGEN

Weihnachtsmarkt-Attentat: Merkel will Angehörige des Anschlags erneut treffen

Angela Merkel hat nach dem Treffen mit Hinterbliebenen und Verletzten des Berliner Weihnachtsmarktanschlags weitere Zusammenkünfte angekündigt: "Heute ist ein Tag der Trauer, aber auch ein Tag des Willens, das, was nicht gut gelaufen ist, besser zu machen", sagte Merkel in Berlin am Rande der Gedenkfeierlichkeiten zum ersten Jahrestag des Attentats. Sie war am Montag erstmals mit Betroffenen und Angehörigen im Bundeskanzleramt zusammengekommen. Zuvor hatte es an Kanzlerin und Regierung von verschiedenen Seiten scharfe Kritik gegeben. In einem offenen Brief hatten die Betroffenen bemängelt, dass der Staat sie nicht ausreichend finanziell unterstützt habe. Merkel warfen sie vor, sich nie persönlich an die Hinterbliebenen gewandt zu haben. Die Kanzlerin nahm am Dienstag mit anderen Mitgliedern der Bundesregierung, Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und weiteren Spitzenpolitikern an der Einweihung einer Gedenkstätte auf dem Berliner Breitscheidplatz teil. Der Attentäter Anis Amri war am 19. Dezember 2016 mit einem gekaperten Lkw in den Weihnachtsmarkt auf dem Breitscheidplatz gefahren und hatte dabei 11 Menschen getötet, rund 70 wurden teils schwer verletzt. (mho/dpa)

Reaktion auf US-Sicherheitsstrategie: "China bösartig verleumdet"

China hat sich gegen die Darstellung des US-Präsidenten gewehrt, ein Rivale der USA zu sein. Das hatte Donald Trump bei der Vorstellung seiner Sicherheitsstrategie erklärt. Die USA sollten aufhören, China absichtlich falsch darzustellen und wie im Kalten Krieg zu denken, sagte Hua Chunying, Sprecherin des chinesischen Außenministeriums. "Es wird vergeblich sein, wenn ein Land, irgendjemand oder irgendein Bericht die Fakten verdrehen und China bösartig verleumden will", sagte die Sprecherin. Sie wies zudem den Vorwurf zurück, dass China und Russland die Werte und den Wohlstand der USA infrage stellen würden. (mho/rem/dpa)

Krieg im Jemen: Saudi-Arabien meldet Angriff auf Hauptstadt

Die von Saudi-Arabien geführte Militärkoalition meldet den Abschuss einer Rakete, die aus dem Jemen abgefeuert worden sein soll. Sie sei von den Huthi-Rebellen in Richtung der Hauptstadt Riad abgefeuert worden, teilte die Regierung am Dienstag mit. Es habe keine Opfer oder Schäden gegeben. Ein Huthi-Sprecher bestätigte, Ziel der ballistischen Rakete sei der Königspalast gewesen. Saudi-arabische Militärs meldeten hingegen, der Angriff habe Wohngebiete im Süden Riads zum Ziel gehabt. Die saudi-arabische Luftwaffe flog daraufhin Vergeltungsangriffe gegen Stellungen der Huthi im Jemen, meldete die Nachrichtenseite Al-Arabia. (cht/rem)

US-Bundesstaat Washington: Unglückszug fuhr deutlich zu schnell

Der im US-Bundesstaat Washington entgleiste Personenzug ist vor dem Unglück deutlich zu schnell gefahren. Laut einem Gerät, das die Daten der Bahn während der Fahrt aufzeichnete, betrug die Geschwindigkeit umgerechnet knapp 130 Kilometer pro Stunde, wie die Verkehrssicherheitsbehörde NTSB mitteilte. Demnach war an dieser Stelle eine Höchstgeschwindigkeit von umgerechnet 48 Kilometern pro Stunde erlaubt. Es sei "zu früh zu sagen", warum der Zug mit rund 80 Passagieren an Bord so schnell fuhr, sagte Behördenvertreterin Bella Dinh-Zarr vor Journalisten. Am Montagmorgen war südlich von Seattle ein Zug aus den Gleisen gesprungen und teilweise auf eine Schnellstraße gestürzt. (mxw/rem)

Todesstrafe: Japan richtet verurteilte Mörder hin

Ungeachtet internationaler Kritik sind in Japan wieder zwei zum Tode verurteilte Mörder gehängt worden. Das gab das Justizministerium in Tokio am Dienstag nach der Vollstreckung der Urteile bekannt. Seit Amtsantritt des rechtskonservativen Ministerpräsidenten Shinzo Abe im Dezember 2012 starben damit bereits 21 Menschen am Strang. Japan, die drittgrößte Wirtschaftsnation der Welt, gehört zu den wenigen Industrieländern, die an der Todesstrafe festhalten. Bei einem der beiden Gehängten handelte es sich um den 44 Jahre alten Teruhiko Seki, der zur Tatzeit im Jahr 1992 noch minderjährig war. (dpa/rem)

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