Mittwoch, 13. Dezember 2017

KURZMELDUNGEN

Immobilienmarkt: Preise für Häuser und Wohnungen steigen auch 2018

Der Anstieg der Immobilienpreise in Deutschland wird sich nach Einschätzung der amtlichen Gutachterausschüsse fortsetzen. Im vergangenen Jahr hätten Käufer rund 237,5 Milliarden Euro für Wohnimmobilien, andere Gebäude und Bauflächen ausgegeben. Das seien etwa 25 Prozent mehr gewesen als noch zwei Jahre zuvor, teilte der Arbeitskreis der Gutachterausschüsse am Dienstag in Berlin mit. Ein Grund seien die nach wie vor niedrigen Zinsen. Auch die Wohnungsknappheit treibe die Kauf- und Mietpreise in die Höhe. Vor allem selbst genutzter Wohnraum, aber auch Bauland, sind dem Bericht zufolge - trotz großer regionaler Unterschiede - deutlich teurer geworden. Vor allem in städtischen Gebieten gebe es Preisübertreibungen. (bau/dpa)

Milliardenschaden: Rechnungshof kritisiert lasche Steuerüberprüfung

Die deutschen Finanzbehörden tun seit Jahren zu wenig im Kampf gegen den Umsatzsteuerbetrug. Zu diesem Schluss kommt der Bundesrechnungshof in seinen "Bemerkungen 2017". Darin heißt es: "Die Finanzämter prüfen regelmäßig nicht, ob Verstöße gegen umsatzsteuerliche Pflichten vorliegen." Die Kritik richtet sich sowohl gegen Verstöße bei Geschäften innerhalb Deutschlands als auch im europäischen Handel. Unternehmen zahlen auf ihre Einkäufe Umsatzsteuern, die an den Endverbraucher als Mehrwertsteuer weitergegeben werden. Durch die Hinterziehung von Mehrwertsteuern entsteht in Deutschland nach Schätzungen der EU-Kommission jährlich ein Schaden von gut 22 Milliarden Euro. (dab/rem)

Gasexplosion in Österreich: Italien ruft Energienotstand aus

Die Regierung in Italien hat nach der Explosion in einer wichtigen Gasverteilstation in Österreich den Energienotstand ausgerufen. Durch das Unglück sind die Gaslieferungen aus Russland nach Italien derzeit unterbrochen, wie der italienische Netzbetreiber Snam mitteilte. Wirtschaftsminister Carlo Calenda sprach von einem "ernsthaften Problem". Die Versorgung mit Erdgas sei in Italien dennoch durch Gasspeicher sichergestellt, versichert Snam. Auch das Wirtschaftsministerium wies auf Lagerbestände hin und erklärte, der Notstand würde in solchen Fällen automatisch ausgerufen. Die Lage sei "unter Kontrolle". (fdi/rem/dpa)

Medienbericht: China bereitet sich auf Flüchtlinge aus Nordkorea vor

Einem Medienbericht des englischen "Guardian" zufolge plant China den Bau von mehreren Flüchtlingsunterkünften nahe seiner nordkoreanischen Grenze. Das geht aus einem geleakten Dokument des staatlichen Mobilfunkanbieters China Mobile hervor, der mit der Internetversorgung der Unterkünfte beauftragt wurde. In dem Dokument, das bisher nicht verifiziert wurde, ist von fünf Flüchtlingsunterkünften die Rede, die "wegen grenzüberschreitender Spannungen" eingerichtet werden sollen. Ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums dementierte am Montag zwar noch die Existenz der Unterkünfte, nicht jedoch die Planung. (rem)

Winterspiele: Russische Athleten wollen unter neutraler Flagge starten

Das russische Olympia-Komitee wird einen Start russischer Athleten bei den Winterspielen unter neutraler Flagge unterstützen. Das wurde bei einer Olympia-Versammlung in Moskau bekannt, an der Sportler und Funktionäre teilgenommen haben. Die Athleten hatten bereits zuvor ihre Bereitschaft zum Start unter neutraler Flagge signalisiert. Der Beschluss sei einstimmig gefallen, meldete die Agentur Tass. Wegen des russischen Dopingskandals hat das Internationale Olympische Komitee Russland für Pyeongchang gesperrt. Dopingfreie russische Sportler und Mannschaften dürfen aber unter der Olympia-Flagge starten. Die Zahl der lebenslangen Olympia-Sperren für russische Sportler nach den Manipulationen in Sotschi ist mittlerweile auf 31 gestiegen. (jan/rem/dpa)

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