Samstag, 09. Dezember 2017

KURZMELDUNGEN

Verurteilter VW-Manager in den USA: Schmidt muss mit Kündigung rechnen

Einen Tag nachdem der VW-Beschäftigte Oliver Schmidt in den USA wegen des Dieselbetrugs verurteilt wurde, muss er nun auch arbeitsrechtliche Konsequenzen fürchten. Der 48-Jährige wird voraussichtlich seinen Job verlieren. Außerdem muss er mit möglichen Schadensersatzforderungen seines Arbeitgebers rechnen. Das Bezirksgericht in Detroit hatte Schmidt wegen seiner Beteiligung an dem Abgasbetrug zu sieben Jahren Gefängnis und einer Geldstrafe von 400.000 Dollar verurteilt - das maximal mögliche Strafmaß. Der Dieselskandal war vor gut zwei Jahren in den USA aufgeflogen. Volkswagen bekannte sich nach langen Verhandlungen schuldig und akzeptierte eine milliardenschwere Wiedergutmachung an Kunden und Behörden sowie eine Strafzahlung. Insgesamt kostete der Betrug den Wolfsburger Konzern bisher mehr als 25 Milliarden Euro. (yes/bau)

Gefährder in Deutschland: Deutlich mehr Abschiebungen

In diesem Jahr sind rund 50 sogenannte Gefährder aus Deutschland abgeschoben worden. Das seien deutlich mehr als 2016, als die Zahl einstellig gewesen sei, sagte Bundesinnenminister Thomas de Maizière. Noch nie habe es so viele Gefährder im Land gegeben. Weiterhin gebe es aber auch noch etliche Hemmnisse für Abschiebungen, sagte de Maizière. Die Bedrohungslage durch den internationalen Terrorismus sei anhaltend hoch. Als Gefährder bezeichnen die Sicherheitsbehörden Menschen, denen sie Terrorakte zutrauen. (kfi/dpa)

Möglicher Vaterlandsverrat: Haftbefehl gegen Argentiniens Ex-Präsidentin

Die argentinische Justiz hat Haftbefehl gegen Ex-Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner erlassen. Sie wird wegen mutmaßlicher Behinderung der Ermittlungen und Vaterlandsverrat im Zusammenhang mit einem Attentat gegen das jüdische Gemeindehaus Amia im Jahr 1994 angeklagt, bei dem 85 Menschen starben. Richter Claudio Bonadío ordnete am Donnerstag einen Prozess gegen die ehemalige Staatschefin (2007 bis 2015) an. Er forderte die Aufhebung der parlamentarischen Immunität, die die Ex-Präsidentin als Senatsmitglied vor einer Verhaftung schützt. Kirchner beschuldigte ihren Nachfolger Mauricio Macri, hinter der Strafverfolgung zu stehen, die sie als "politische Verfolgung" bezeichnete. (rem/dpa)

Auszeichnung: Philipp Lahm wird DFB-Ehrenspielführer

Philipp Lahm ist Ehrenspielführer der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. Der WM-Kapitän von 2014 wurde von den Delegierten des Außerordentlichen DFB-Bundestages am Freitag in Frankfurt per Akklamation ernannt. Der 34-Jährige ist nach Fritz Walter, Uwe Seeler, Franz Beckenbauer, Lothar Matthäus und Jürgen Klinsmann der sechste Ehrenspielführer in der DFB-Geschichte. "Es ist mir eine riesige Ehre, nun in einer Reihe zu stehen mit Spielern, die ich über alle Maßen respektiere und bewundere für ihre Leistungen", sagte Lahm. Auf dem DFB-Bundestag bewilligten die Delegierten außerdem den Bau der neuen Akademie in Frankfurt und beschlossen die Regionalliga-Reform, wonach künftig vier Mannschaften in die 3. Liga aufsteigen werden. (rem/dpa)

Sperre nach Kokain-Befund: Guerrero verpasst Fußball-WM

Der frühere Bundesligaspieler Paolo Guerrero wird die Fußball-WM 2018 in Russland wegen Dopings verpassen. Die Disziplinarkommission des Weltverbands Fifa sperrte den Fußballer für ein Jahr. Guerrero war nach dem WM-Qualifikationsspiel gegen Argentinien im Oktober positiv auf ein Abbauprodukt von Kokain getestet worden. Der Stürmer ist Kapitän der Peruanischen Nationalelf, die sich erstmals seit 1982 für eine WM qualifiziert hatte. (kfi/dpa)

Tripadvisor: Erfundenes Restaurant landet auf Platz eins

Ein erfundenes Restaurant schaffte es auf dem Bewertungsportal Tripadvisor mit gefälschten Kritiken zum bestbewerteten Restaurant Londons - ohne je ein Essen zu servieren. Initiiert wurde der Versuch vom Journalisten Oobah Butler vom Magazin "Vice". Positive Bewertungen seiner Freunde brachten das "The shed at Dulwich" Ende August auf Platz 156. Es folgten Tausende Suchanfragen, die das erfundene Restaurant an die Spitze des Rankings brachten. Tripadvisor erklärte in der "Times", das Bewertungsportal habe "The shed at Dulwich" schon länger auf dem "Radar" gehabt, früher oder später wäre der Eintrag also gelöscht worden. Seine Vertrauenswürdigkeit sieht Tripadvisor nicht beschädigt. (kry/rem)

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