Freitag, 08. Dezember 2017

KURZMELDUNGEN

Flüchtlingsaufnahme: EU verklagt Tschechien, Polen und Ungarn

Die EU-Kommission reicht gegen Ungarn, Polen und Tschechien Klage beim Europäischen Gerichtshof (EuGH) ein, weil sie sich weigern, Flüchtlinge aus Italien und Griechenland aufzunehmen. Hintergrund des Streits ist ein Beschluss aus dem Jahr 2015, bis zu 120.000 Flüchtlinge innerhalb der EU zu verteilen. Weil Ungarn, Polen und Tschechien sich nicht daran beteiligen, hatte die EU-Kommission bereits im Juni ein Vertragsverletzungsverfahren eingeleitet. Nun bleibt der EU-Behörde nur noch der Gang vor den EuGH. Dieser könnte Zwangsgelder gegen die Staaten verhängen. (bau/dpa)

Glyphosat: Bundesregierung hilft bei Geheimhaltung von Studien

Die EU-Lebensmittelbehörde Efsa hält den Unkrautvernichter Glyphosat für gesundheitlich unbedenklich. Studien, die von den Herstellern Monsanto und Cheminova selbst angefertigt wurden, will die Behörde allerdings nicht veröffentlichen. Dies gefährde deren Geschäftsinteressen. Vier Grünen-Abgeordnete klagen gegen die Geheimhaltung. Auch die Bundesregierung ist dem Verfahren beigetreten, allerdings auf Seiten der Efsa und der Chemiekonzerne. Ende November machte Landwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) zuletzt Schlagzeilen, weil er der Verlängerung der Glyphosat-Zulassung zustimmte, statt sich zu enthalten. Alle Hintergründe lesen Sie hier(mbe/bau)

Trumps Jerusalem-Entscheidung: Hamas ruft zu neuer Intifada auf

Die radikal-islamische Hamas hat zu einem neuen Palästinenseraufstand gegen Israel aufgerufen. Die Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels durch den US-Präsidenten Donald Trump komme einer "Kriegserklärung gegen die Palästinenser" gleich, sagte Hamas-Chef Ismail Hanija am Donnerstag in Gaza. Am Freitag müsse die "Intifada zur Befreiung Jerusalems" beginnen, forderte der Chef der bisher im Gazastreifen herrschenden Organisation. Hanija wiederholte damit einen entsprechenden Aufruf zu einer neuen Intifada vom Mittwoch. Er forderte außerdem die palästinensische Autonomiebehörde auf, alle Friedensbemühungen mit Israel einzustellen. (bau/dpa)

Bayern: "Reichsbürger" schießt um sich - SEK nimmt ihn fest

Ein mutmaßlicher "Reichsbürger" hat in Bayern mehrfach mit einer Waffe geschossen und einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Spezialeinsatzkräfte der Polizei nahmen den 44-Jährigen am Donnerstag nach stundenlangem Einsatz widerstandslos fest, wie ein Sprecher sagte. Verletzt wurde niemand. Der Mann habe am Mittwochabend in Dietmannsried im Landkreis Oberallgäu zweimal hintereinander mehrere Schüsse abgegeben. Wie viele Schüsse er abfeuerte und aus was für einer Waffe, ist noch unklar. (rem/dpa)

Kanada: Deutsches Ski-Talent stirbt nach Trainingssturz

Der 17 Jahre alte Skifahrer Max Burkhart ist einen Tag nach einem schweren Trainingssturz verstorben. Den Tod des Deutschen bestätigte der kanadische Alpine Skiverband Canada. Burkhart war beim Abfahrtstraining in Lake Louise gestürzt, er erlag später im Krankenhaus von Calgary den Verletzungen. Der 17-Jährige sei am Dienstag in ein Fangnetz gefahren, bestätigte der Pressesprecher des Deutschen Skiverbands. Einen Tag später erlag Burkhart seinen Verletzungen. "Das ist so tragisch, mir fehlen die Worte. Meine Gedanken sind bei seiner Familie", kondolierte der ehemalige Trainer des kanadischen Weltcup-Teams, Max Gartner, via Twitter. (rem/mru)

FC St. Pauli: Trainer Janßen entlassen, Kauczinski übernimmt

Fußball-Zweitligist FC St. Pauli hat sich von Trainer Olaf Janßen getrennt. Sein Nachfolger wird der frühere Karlsruher und Ingolstädter Trainer Markus Kauczinski. Der 47-Jährige erhält in Hamburg einen Vertrag bis zum 30. Juni 2019. Nach sieben sieglosen Spielen mit zuletzt zwei Niederlagen von 0:5 und 0:4 war der Verein auf Platz 14 abgerutscht. Nur noch zwei Punkte trennen ihn vom vom Relegationsplatz. Außer Janßen wurde auch Co-Trainer Patrick Glöckner mit sofortiger Wirkung freigestellt. Für ihn rückt Patrick Westermann ins Trainerteam. (lek/dpa)

"Salvator Mundi" geht nach Abu Dhabi

Das teuerste Gemälde der Welt, "Salvator Mundi" von Leonardo da Vinci, wird bald im Louvre Abu Dhabi zu sehen sein. Das teilte das Museum via Twitter mit. Das Gemälde wurde im November vom Auktionshaus Christie's für eine Rekordsumme von mehr als 450 Millionen US-Dollar, umgerechnet rund 380 Millionen Euro, versteigert. Der neue Besitzer des Bildes ist noch unbekannt. Die "New York Times" vermutet einen saudischen Prinzen als Käufer. Das Auktionshaus Christie's verweigert jeden Kommentar zum Käufer. Das Louvre-Museum in Abu Dhabi ist der erste Ableger des Pariser Originals. (kfi/dpa)

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