Donnerstag, 07. Dezember 2017

KURZMELDUNGEN

Russland: Putin kündigt erneute Präsidentschaftskandidatur an

Kremlchef Wladimir Putin hat seine Kandidatur für eine vierte Amtszeit als russischer Präsident angekündigt. Er wolle bei der Wahl im März 2018 antreten, sagte Putin in der Stadt Nischni Nowgorod an der Wolga während eines Besuchs im Autowerk GAZ. Seine Bewerbung um weitere sechs Jahre galt für die russische Öffentlichkeit seit Langem bereits als sicher. Putin war bereits von 2000 bis 2008 Präsident der Russischen Föderation gewesen. Nach einer Wahlperiode als Regierungschef unter Präsident Dmitri Medwedew ließ er sich 2012 wieder in das höchste Staatsamt wählen und tauschte dabei mit Medwedew den Posten. (rem/dpa)

IOC-Beschluss: Putin verzichtet auf Olympia-Boykott

Wladimir Putin hat einen Boykott der Olympischen Winterspiele von Pyeongchang im kommenden durch sein Land ausgeschlossen. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hatte das russische olympische Komitee am Dienstagabend wegen systematischen Dopings von den Spielen in Südkorea ausgeschlossen, sauberen Sportlern aber unter bestimmten Bedingungen einen Start unter neutraler Flagge in Aussicht gestellt. Nach dem Beschluss des IOC hatte es heftige Reaktionen aus Russland gegeben. Es wurde von einer "Erniedrigung für das ganze Land" gesprochen. (bam/sid/bau)

Neue Flüge ab Tegel: Easyjet will Lufthansa Konkurrenz machen

Nach der Air-Berlin-Pleite will der britische Billigflieger Easyjet der Lufthansa neue Konkurrenz auf vier innerdeutschen Strecken machen: Von Berlin-Tegel plant die Gesellschaft ab dem 5. Januar wöchentlich 250 Flüge zu den innerdeutschen Zielen Düsseldorf, Frankfurt, Stuttgart und München. Das teilte die Fluggesellschaft mit. Im Oktober war bereits bekannt geworden, dass Easyjet Teile des Geschäfts von Air Berlin am Hauptstadtflughafen Tegel übernehmen wolle - um damit nach eigenen Worten zum "führenden Kurzstreckenanbieter in Tegel" werden. Zudem bot Easyjet Tausenden ehemaligen Air-Berlin-Mitarbeitern eine berufliche Perspektive an. (rem/kry)

Raser-Prozess in Köln: Angeklagte zeigen Reue

Im neu aufgelegten Prozess um den Tod einer Radfahrerin bei einem illegalen Autorennen in Köln hat einer der Angeklagten die Familie des Opfers um Entschuldigung gebeten. "Es tut mir unendlich leid, was ich angerichtet habe", sagte der 24-Jährige am Mittwoch vor dem Kölner Landgericht. Im ersten Prozess hatte der junge Mann zwar eine moralische Mitschuld an dem Unfall eingeräumt, eine strafrechtliche Verantwortung aber zurückgewiesen. Das Kölner Landgericht hatte die beiden im vergangenen Jahr wegen fahrlässiger Tötung zu Bewährungsstrafen verurteilt. Der Bundesgerichtshof hatte das Urteil aber teilweise aufgehoben und zur Neuverhandlung ans Landgericht zurückverwiesen. Die Angeklagten hatten sich im April 2015 ein spontanes Autorennen geliefert. Ein Wagen stieß mit der 19 Jahre alte Radfahrerin zusammen, die wenige Tage später starb. (bau/dpa)

Johnny Hallyday: Frankreichs Musikstar ist tot

Der französische Sänger und Schauspieler Johnny Hallyday ist tot. Der 74-Jährige starb in der Nacht zum Mittwoch an den Folgen einer Krebserkrankung. Der in Paris geborene Hallyday hatte seine musikalische Laufbahn in den frühen Sechzigerjahren mit Schlagern begonnen, ehe er zur Rockmusik wechselte. Als Vorbild diente ihm der US-amerikanische Rock'n'Roll. Trotz Berichten über Drogen und Steuerflucht galt er bis zuletzt als einer der größten Stars im französischen Showbusiness. In seiner über 50-jährigen Karriere erhielt Hallyday so viele Goldene und Silberne Schallplatten wie kaum ein anderer Franzose. (bau/dpa)

Bekannt durch den Profumo-Skandal: Christine Keeler ist tot

Die Britin Christine Keeler ist tot. Sie starb am späten Montagabend in einer Klinik im südenglischen Farnborough, wie einer ihrer Söhne am Dienstag mitteilte. Keeler litt seit Längerem an einer Lungenkrankheit. Sie wurde 75 Jahre alt. Bekanntheit erlangte das ehemalige Callgirl in den Sechzigerjahren. Keeler war damals in den sogenannten Profumo-Skandal verwickelt - einen der größten Sex- und Politskandale der Nachkriegszeit. Keeler hatte zum Höhepunkt des Kalten Kriees sowohl mit dem britischen Kriegsminister John Profumo als auch mit Jewgenij Iwanow ein Verhältnis. Profumo musste im Juni 1963 zurücktreten, nachdem er das Parlament über seine Beziehung zu Keeler belogen hatte. (rem/aar)

1. FC Köln: Armin Veh wird Geschäftsführer

Der ehemalige Meistertrainer Armin Veh wird neuer Sport-Geschäftsführer beim Fußball-Bundesligisten 1. FC Köln. "Wir haben mit Armin Veh einen Mann für die Position gewonnen, der unsere Kriterien perfekt erfüllt. Er hat große Erfolge vorzuweisen und bringt viel Erfahrung mit, auch in Krisen", wurde FC-Präsident Werner Spinner in einer Vereinsmitteilung zitiert. Veh, der den VfB Stuttgart 2007 zur Meisterschaft führte, unterschrieb einen Vertrag bis zum 30. Juni 2020 und tritt am 11. Dezember die Nachfolge von Jörg Schmadtke an. Vehs erste Aufgabe wird die Suche nach einem neuen Trainer sein, nachdem sich Köln am vergangenen Sonntag von Peter Stöger getrennt hatte. (rem/dpa)

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