Dienstag, 05. Dezember 2017

KURZMELDUNGEN

Mögliche Große Koalition: SPD strebt Gespräche mit Union an

SPD-Chef Martin Schulz will in der kommenden Woche ergebnisoffene Gespräche über eine Regierungsbildung mit der Union führen. Dafür bekam er nun von der engeren Parteiführung grünes Licht. Parteivorstand und Präsidium stimmten für einen entsprechenden Beschluss. Die SPD fühle sich "verpflichtet, in Gesprächen auszuloten, ob und in welcher Form die SPD eine neue Bundesregierung mittragen kann", heißt es in dem Beschluss. "Es gibt für uns keine Vorfestlegung und keinen Automatismus", unterstreicht die Parteiführung darin. Der Parteitag, der am Donnerstag in Berlin beginnt, muss dem Vorgehen allerdings noch zustimmen. (rem/cte)

Umfrage: FDP verliert nach Jamaika-Aus an Zustimmung

In einer Forsa-Erhebung der vergangenen Woche liegt die FDP nur noch bei acht Prozent, bei der Bundestagswahl hatten sie 10,7 Prozent der Stimmen bekommen. Die Grünen erreichen 13 Prozent, die SPD 20 Prozent. CDU und CSU legen auf 34 Prozent zu, die AfD verliert und liegt bei 10 Prozent. Die Linke kommt auf 9 Prozent. Bei möglichen Neuwahlen wäre ein Bündnis von Union und Grünen damit eine realistische Option. Andere Institute sehen die FDP aber deutlich stärker - und Grüne sowie CDU und CSU schwächer. (cte/bau/dpa)

Air Berlin: Nur wenige ehemalige Mitarbeiter melden sich arbeitslos

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hat verwundert auf die bislang niedrige Zahl von Arbeitslosmeldungen bei der insolventen Fluggesellschaft Air Berlin reagiert. Die BA rät allen Betroffenen, sich zu melden, sofern sie nicht in Transfergesellschaften gewechselt sind oder einen Job gefunden haben, denn Arbeitslosengeld könne erst ab dem Tag der persönlichen Meldung gezahlt werden. Große Teile von Air Berlin sollen an die Lufthansa gehen. Viele der Mitarbeiter seien freigestellt und erhielten kein Geld mehr. (mik/bau/AFP)

Jemen: Ex-Präsident Saleh getötet

Der Rebellensender Al-Masirah berichtete, dass Ali Abdullah Saleh, der als Präsident den Jemen mehr als drei Jahrzehnte regierte, bei Kämpfen in der Hauptstadt Sanaa getötet worden sei. Ein Sprecher von Salehs Partei bestätigte dies. 2012 war Saleh im Zuge des Arabischen Frühlings gezwungen worden, sein Amt niederzulegen. In den vergangenen Jahren hatten er und seine Anhänger an der Seite der Huthi-Rebellen gegen die international anerkannte Regierung gekämpft. (bau/dpa)

Nationaltrainer: Ancelotti sagt Italien ab

Der frühere Bayern-Trainer Carlo Ancelotti will nicht neuer Nationalcoach Italiens werden. Nach der gescheiterten Qualifikation für die WM 2018 in Russland habe ihn der italienische Fußballverband kontaktiert, "aber ich will nicht das Handwerk ändern", sagte der italienische Trainer in der TV-Sendung "Domenica Sportiva". "Ich bin stolz, dass in Italien mein Name für den Posten umgeht." Er bevorzuge, in einem Klub zu bleiben. Die strukturellen Probleme des italienischen Fußballs könne er nicht lösen. Italien hat sich erstmals seit fast 60 Jahren nicht für die Fußball-Weltmeisterschaft qualifiziert. Nach dem Abgang von Trainer Gian Piero Ventura suchen die Azzurri einen Nachfolger. (rem/dpa)

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